Samstag, 14. August 2021

Lissabon August 2021

Puh, die Suche nach dem/den diesjährigen Sommerurlaubszielen gestaltete sich alles andere als einfach. Die Überlegung, ein zweites Mal in diesem Jahr Sardinien einen Besuch abzustatten, legten wir aufgrund der utopischen (manch einer würde auch unverschämt sagen) Preise relativ schnell zu den Akten. New York - ja, das stand bei Bele schon lange auf der "To Do" Liste (und auch ich war spätestens nach der Info, dass es da auch einen Strand gibt, Feuer und Flamme) - sollte aufgrund des Einreiseverbots für Europäer auch schnell wieder von der Liste der möglichen Ziele verschwinden. Nach einigem hin und her brachte Bele dann Lissabon ins Spiel... Risikogebiet, wenig später Hochrisikogebiet... in Zeiten von Corona ist Reisen wirklich kein Spaß! Letztendlich sollte die portugiesische Hauptstadt aber weder für uns zwei Geimpfte, noch für unsere achtjährige Tochter ein "unerreichbares Ziel" (und auch keine Destination, die uns bei der Rückkehr vor Probleme stellen sollte) darstellen...

Am Sonntagvormittag ging es dann mit Lufthansa auf die Iberische Halbinsel. Da wir unsere Impfzertifikate schon im Vorfeld via Lufthansa-Website hochgeladen hatten, verlief die Einreise überaus problemlos. Mittels öffentlicher Verkehrsmittel landeten wir alsbald bei unserer zentral gelegenen Unterkunft, wo wir bereits vom überaus freundlichen Mitarbeiter der Agentur erwartet wurden. Unser Apartment (klein aber fein) mit schicker Dachterrasse (Blick auf die Kuppel des Panteao Nacional inklusive) konnte uns mehr als begeistern... Schnell die Sachen ausgepackt, und ein erster, kurzer Erkundungsgang durch die nähere Umgebung; Ziel war der nächste Supermarkt, schließlich benötigten wir ja noch was Essbares... Lebensmittel sind, mal abgesehen von Käse und Süßigkeiten, alles andere als andere als teuer - Bele als "Fischliebhaberin" wähnte sich im Paradies... folgerichtig gab es sowohl an unserem ersten Abend als auch das eine oder andere weitere Mal Fisch und "Meeresgetier"...

In den folgenden Tagen streunten wir kreuz und quer durch Lissabon - Time Out Market, Mosteiro dos Jerónimos (leider nur von außen), Padrão dos Descobrimentos, Torre de Bélem, Centro Colombo, Castelo de São Jorge, Cristo Rei (womit die beiden besten Aussichtspunkte nacheinander "abgehoppt" wurden), Ponte 25 de Abril, Oceanário de Lisboa (für unsere Tochter das absolute Highlight; aber auch uns hat es hier richtig gut gefallen), Telecabine Lisboa (hier begegnete uns der einzig wirklich unfreundliche "Ureinwohner" - ansonsten waren ausnahmslos alle Lissaboner überaus freundlich und hilfsbereit), Centro Vasco da Gama, Igreja de Santa Engrácia (Panteao Nacional), LX Factory (für mich als Liebhaber von Streetart - als solcher kommt man in Lissabon an unzähligen "Ecken" auf seine Kosten - natürlich ein Highlight; aber auch kulinarisch hat die "Insel der Kreativität", wie sich das Gelände einer ehemaligen Textilfabrik selbst nennt, einiges zu bieten), Catedral Sé Patriarcal, Miradouro de Santa Luzia, Praça do Comércio, Elevador de Santa Justa... um mal die wichtigsten von uns besuchten Orte/Sehenswürdigkeiten zu nennen. Natürlich darf auch die (eine oder andere) Fahrt mit der berühmten Trambahnlinie 28 nicht fehlen (einmal quer durch die Alfama), eben so wenig wie ein Besuch am Meer - hierfür zog es uns mit dem Zug nach Estoril (Praia de Sao Pedro do Estoril); wobei man sagen muss, dass der Atlantik erschreckend "frisch" war (selbst unsere kleine "Nixe" hielt es hier nicht sonderlich lange im kühlen Nass aus!)... Sowohl die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Meer (pro Strecke und Person werden 2,50 Euro fällig), als auch die innerstädtisch mit Metro, Bus und Straßenbahn (pro Fahrt - innerhalb einer Stunde kann man herumfahren wie man will - werden 1,50 Euro fällig, die Tageskarte gibt es für 6,50 Euro) sind im Vergleich zu unseren Breitengraden (der Münchner Verkehrs Verband langt bekanntlich ordentlich hin!) ein wahres Schnäppchen... Freunden von süßen Köstlichkeiten kann ich insbesondere die Lissaboner Spezialität Pasteis de Belém (ein Pudding-Blätterteig-Törtchen), die in unzähligen Konditoreien (die überdies unzählige weitere Leckereien anbieten) wärmstens empfehlen; haben zweifelsohne Suchtpotential!

Obwohl Lissabon während unseres knapp einwöchigen Besuchs als Hochrisikogebiet galt, hatten wir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, hier (im größeren Maße als in heimischen Gefilden) gefährdet zu sein; so wird beispielsweise darauf geachtet, dass in Geschäften, Museen, etc. sich immer nur die auch zugelassenen Personen befinden. Zudem wird das Wort "Hygiene" wirklich allerorten groß geschrieben. Sowohl bei der Einreise nach Portugal als auch bei der Heimreise wird ein sogenanntes Einreiseformular fällig, bei dem man sein Impfzertifikat (respektive Testergebnis) hochladen muss - geprüft wurde dies jedoch nur bei der Rückkehr nach Deutschland am Münchner Flughafen.

Lissabon ist definitiv eine (oder mehrere) Reise(n) wert; wir werden definitiv wiederkommen, da wir bei Weitem noch nicht alles gesehen haben! Hatten wir im Vorfeld noch gedacht, eine Woche würde voll und ganz genügen, so bleibt abschließend zu resümieren, dass dies auf jeden Fall ein Trugschluss war...

vejo-te de novo em Lisboa





























Samstag, 26. Juni 2021

Notkarspitze 26. Juni 2021

Abfahrt war wie gewohnt um halb fünf - Ankunft an der Ettaler Mühle rund eine Stunde später; hier hing noch reichlich der Nebel und kalt war's auch. Also doch Pullover und dünne Jacke... zumindest für die ersten zwanzig Minuten, danach kommen wir dank des steilen Anstiegs (auf den ersten Kilometer macht man knapp vierhundert Höhenmeter; und auch die folgenden zwei sind mit jeweils rund zweihundertsiebzig nicht gerade ohne) ordentlich ins Schwitzen. Apropos Anstieg, dieser ist an einigen Stellen nicht gerade ohne, schon gar nicht, wenn der Boden noch leicht feucht ist. Lockerer wird es erst als wir den Kessel, der das Notkar umgibt erreichen. Durch Latschen hindurch geht es hinauf auf den grasbewachsenen - und eher unspektakulären - Gipfel; umso spektakulärer ist dafür der Ausblick auf das Wettersteingebirge und das Karwendel, sowie das unter uns liegende Garmisch. Leider hat sich den schönsten (weil windgeschützten) Platz etwas unterhalb des Gipfelkreuzes schon ein anderer Frühaufsteher gekrallt, so dass wir "notgedrungen" weiter (über Latschenwurzeln) in Richtung Ziegelspitz wandern. Bei der Brotzeit haben wir einen phänomenalen Ausblick auf das unter uns liegende Kloster Ettal. Auf dem weiteren Weg weichen wir von der auf höhenrausch.de beschriebenen Route leider ab, so dass wir die beschriebene Schlucht mit den Drahtsicherungen nicht zu Gesicht bekommen, sondern eher unspektakulär via Ettaler Sattel wieder zurück zur Ettaler Mühle marschieren. Da wir - "geizig" wie wir nun mal sind - nur für vier Stunden einen Parkschein gelöhnt hatten, aber "erst" nach viereinhalb Stunden wieder am Parkplatz waren, wurde es auf die letzten Meter spannend... um es kurz zu machen; wir hatten kein Knöllchen an der Windschutzscheibe kleben.
In Ettal noch schnell den wohlverdienten Kaffee und ein zweites Frühstück "abgeholt", und schon konnte es wieder 'gen Heimat gehen. Alles in allem eine richtig schöne, wenn auch (anfangs) durchaus kräftezehrende Tour...





















Donnerstag, 24. Juni 2021

breaking news - "Familienzuwachs"

"Normal" kann ja jeder... wobei ich an dieser Stelle einfach mal die Frage in den Raum stelle, was denn genau "normal" ist? Zugegeben, ich hatte von Minischweinen nichts gehört, bis mir Bele die ersten Videos von den kleinen drolligen Kerlchen gezeigt hat. Von meinem ersten (visuellen) Kontakt bis zum Einzug unserer beiden neuen Mitbewohner sollte dann noch ein gutes Jahr vergehen. In der Woche vor Schneewittchens Einzug am 15. Juni wurde "noch schnell" ein erstes Schweinegehege im Garten errichtet. Als Bele dann mit unserer kleinen Tirolerin nach Hause kam, war ich doch ein bisschen schockiert - Schneewittchen war kaum mehr als eine Handvoll Schwein. Zudem wollte sie aufgrund einer überstandenen Durchfallerkrankung des kompletten Wurfs (noch) nicht selbständig Essen. In den nächsten anderthalb Wochen hieß es dann mit der Spritze füttern; zwischenzeitlich machten wir uns echt sorgen, ob wir die Kleine wirklich durchbringen würden... Zum Glück sollte sich Schneewittchens Essverhalten mit dem Einzug ihres Spielgefährten Caruso am 24. Juni - diesmal "durfte" ich mit nach Tirol, wo wir den Kleinen vom Wieserhof in Kirchbichl abholten (bei Schneewittchen war ich leider beruflich verhindert) - von heute auf morgen ändern. Tja, es ist schon gut, wenn man jemanden hat, der einem das "Ganze" vormacht...
Wie die beiden Kleinen unser Leben künftig aufmischen könnt Ihr gerne auf ihrem eigenen Instagram Account verfolgen; vielleicht werde ich Euch auch hier hin und wieder ein "Update" geben.




Samstag, 19. Juni 2021

Roß- und Buchstein 19. Juni 2021

Nachdem ich vor Jahren bei einer Bike and Hike Tour "nur" den Roßstein auf der Habenseite verbuchen konnte, sollte nun auch der Nachbargipfel "fallen"... Auch diesmal war die Nacht beendet, bevor sie richtig begonnen hatte. Spät ins Bett gehen und in aller Herrgottsfrüh aufstehen sind wahrlich nicht die beste Kombination; aber zu verschmerzen, wenn es in die geliebten Berge geht! 
Vom Parkplatz (kurz hinter Bayerwald) aus geht es wenig spektakulär, dafür auf einem ordentlich steilen, im Wald gelegenen Pfad hinauf zur Sonnbergalm. Hier bietet sich uns das erste Mal ein atemberaubender Blick auf die bayerische Bergwelt und auch auf unsere heutigen Ziele, Roß- und Buchstein samt der mittig gelegenen Tegernseer Hütte. Zehn Minuten später erreichen wir den teils seilgesicherten Aufstieg auf der Südseite des Roßstein (wer nicht "kraxeln" will, kann den Berg auch umrunden und von Norden über die Tegernseer Hütte aufsteigen); zwanzig Minuten später stehen wir (ordentlich durchgeschwitzt - warm war's und schnell war ma auch) das Gipfelkreuz. Schnell ein paar Fotos geschossen und das erste Mal den herrlichen Rundumblick genossen, ehe es (kurz vor dem Eintreffen der ersten anderen Frühaufsteher) weiter zum Buchstein geht. Hinter der Teegernseer Hütte, auf deren Terrasse sich die Wirtsleute gerade den Morgenkaffee (einen neidischen Blick meinerseits mussten sie sich gefallen lassen), steht man vor einer etwas zwanzig Meter hohen Rinne, die wir nach leichter Kletterei relativ zügig überwunden haben (mein Begleiter schien ob der gleichen Abstiegsroute nicht sonderlich erfreut; sollte diese aber auch mit Bravour meistern). Die restlichen Meter zum Gipfelkreuz sind dann auch schnell gemeistert; schnell ein gemütliches Plätzchen gesucht und raus mit der Brotzeit. Hier oben kommt zum ebenfalls beeindruckenden Rundblick auch noch der Leonhardstein im Osten hinzu (den wir auch schon kurz nach der Sonnbergalm erspäht hatten). Nachdem wir uns in aller Ruhe (auch hier hatten wir den Gipfel ganz für uns allein; es macht schon Sinn, sich die Nacht mehr oder weniger um die Ohren zu schlagen) gestärkt hatten, ging es (die Kletterei mal ausgeklammert) im "Schweinsgalopp" zurück ins Tal. Letztendlich standen - inklusive Pausen - exakt drei Stunden fünfundvierzig Minuten auf meinem "Tacho"...













Kitzstein, Heuberg & Wasserwand 24. April 2026

Eine (eher) kurze und nach Möglichkeit schneefreie Tour rund um Rosenheim (wo ich mich am frühen Nachmittag mit Stella treffen wollte) hieß ...