Den Großen Traithen hatte ich schon vor rund zehn Jahren einmal überschritten, konnte mich aber nicht mehr so recht an die Tour erinnern; Zeit also, dem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge zu helfen (und nebenbei auch noch den Kleinen Traithen, den ich damals ausgelassen hatte, meiner Gipfelliste hinzuzufügen). Wie auch bei meimen letzten Besuch auf dem Sudelfeld Anfang des Monats, sollte ich es nicht schaffen, zu Hause pünktlich loszukommen, so dass ich den Parkplatz am Berggasthof Rosengasse erst um kurz nach halb elf erreichte. Vier Euro pro Tag werden hier für einen Parkplatz ausgerufen, zahlbar ausschließlich bar, was mich vor Probleme stellte, hatte ich doch nur noch zwei Euro fünfzig in Münzen einstecken. Glücklicherweise kam unmittelbar nach mir eine weiterere Wandererin, die mir einen Zehner in Münzen wechseln konnte. Um zehn vor elf konnte ich dann endlich starten. Mein Weg führte mich bis kurz nach der Kranzlerhütte über Teer- und Schotterwege, ehe es fortan auf teils steilen Pfaden (eine kleine Felsstufe wurde mit zwei Steigbügeln entschärft) hinauf zur Einsattelung am Traithenkessel ging. Weiter ging es in moderater Steigung durch ein wahres Blumenmeer hinauf zum Fellalm-Sattel, wobei es aufgrund der teils heftigen Gewitterschauer der letzte vierundzwanzig Stunden zwischendurch schon recht batzig wurde. Den Großen Traithen ließ ich erst einmal links liegen und machte mich stattdessen über einen grasigen Hang oberhalb der Fellalm auf zum Gipfelaufbau des kleinen Traithen. Durch anfangs lichten Wald und später eine Latschengasse erreichte ich nach knapp fünfzehn Minuten den ersten Gipfel (1.723 Meter) des Tages. Von hier aus hat man nicht nur einen guten Blick auf Wendelstein, Kesselwand, Soinwand, Lacherspitze, Seewandköpfl, Wildalpoch und Käserwand (auf der "anderen Seite" des Sudelfeld), sondern auch auf Bayrischzell. Nach einer kurzen Pause ging es dann zurück zum Fellam-Sattel, und von dort aus weiter hinauf zum Großen Traithen; zwischen Latschen ging es über teils schrofige Stufen und glatte Rinnen auf der Ostflanke hinauf zum höchsten Punkt (1.852 Meter) der heutigen Tour. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick zu den Cheimgauer Alpen, zum Kaisergebirge und den (direkten) Nachbarn des Mangfallgebirges. Auch den Grat über das Unterberger Joch zum Steilner Joch, der mich nach meiner ausgiebigen Brotzeit noch erwarten sollte, kann man von hier oben wunderbar überblicken. Aufgrund des fehlenden Gipfelkreuzes ist das Unterberger Joch (1.829 Meter) eher unscheinbar und findet zumeist wenig Beachtung (habe ich ja bei der Wahl des Blogtitels nicht anders gehandhabt 😳). Ich muss auch ehrlicherweise sagen, dass ich auf dem Weg zum Steiler Joch (1.747 Meter) , das ohne sein kleines aber durchaus markantes Metallkreuz auch nicht wirklich ins Auge stechen würde, auch nicht wirklich daran gedacht hatte, hier noch einen Gipfel überschritten zu haben. Auf dem anschließenden Abstieg in den Traithenkessel warteten noch zwei drahtseilgesicherte Steilstufen auf mich; diese fand ich jedoch weitaus angenehmer als den teils steilen und vor allem aufgrund der Nässe extrem rutschigen Pfad. Die letzten zweieinhalb Kilometer führten mich dann über die bereits vom Aufstieg bekannte Strecke. Zurück am Parkplatz (mit Pausen war ich knapp 4½ Stunden unterwegs) konnte ich nun wiederum einem jungen Pärchen helfen, dass änliche Probleme mit dem Erwerb eines Parktickets hatte, wie ich. Bevor es wieder in Richtung Heimat gehen sollte, stand noch ein Sprung in einen erfrischenden Bergbach, sowie der obligatorische Zwischenstopp im Café Winkelstüberl (böse Zungen behaupten, ich würde meine Touren bewußt in dieser Gegend wählen, um hier das ein oder andere Stück Kuchen mitnehmen zu können) auf dem Programm.
Samstag, 28. Juni 2025
Großer Traithen, Kleiner Traithen & Steilner Joch 27. Juni 2025
Samstag, 7. Juni 2025
Kesselwand, Soinwand & Lacherspitze 6. Juni 2025
Die Prämisse bei der Planung für diesen Freitag lag ganz klar bei der nicht all zulangen Anreise, so dass ich in der Region zwischen Bad Tölz und Bayrischzell landete; nachdem ich ein wenig die einschlägigen Seiten im World Wide Web durchforstet hatte, standen der Geierstein (bei Lenggries) und die Lacherspitze (oberhalb von Bayrischzell) zur Auswahl. Durch Zufall stolperte ich wenig später über die Dreierkombination "Kesselwand - Soinwand - Lacherspitze"; allesamt Gipfel die mir rund um den Wendelstein noch fehlten. Die Entscheidung war somit schnell gefallen! Da ich in der Früh aus unerfindlichen Gründen nicht so wirklich in die Puschen gekommen bin, sollte ich den Ausgangspunkt der Rundtour, den Parkplatz Unteres Sudelfeld, erst um viertel vor elf erreichen. Von der Westseite des Parkplatzes führte mich ein gepflasterter Weg zur Lacheralm (und weiter zur Jugendherberge Bayrischzell-Sudelfeld), ehe ich über einen Wirtschaftsweg ein paar Serpentinen hinauf zu einem Stall und wenig später auf eine Wiese gelangte. Von hier aus ging es auf Wanderwegen weiter aufwärts (kurz vor der Materialseilbahn der Soinhütte, die an der geteerten Straße zur oberen Lacheralm liegt, durfte ich ein paar Meter bergab wandern) in Richtung Wendelstein. Kurz nachdem ich die Peterbaueralm (von der aus man erstmals Wendelstein, Kesselwand und Lacherspitze erblickt) passiert hatte, führte mich mein Weg nach rechts in Richtung der Scharte zwischen Kesselwand und Lachspitze (die Überlegung auch noch schnell den 1.838 Meter hohen Wendelstein mitzunehmen, lege ich schnell wieder ad acta, da Ida in der Schule - glücklicherweise nur - einen kleinen Unfall hatte, und von der Oma abgeholt werden musste). Da der Bereich rund um die Kesselwand ein Wald-Wild-Schongebiet ist, gilt es sich hier an ein paar (in den Bergen eigentlich selbstverständliche) Regeln zu halten! An der Scharte sollte ich nicht nur alle drei Gipfel meiner heutigen Tour, sondern auch etliche Gämse erblicken. Den ersten Gipfel, die Kesselwand (1.721 Meter) sollte ich keine Viertelstunde später erreichen, zuvor galt es jedoch einen steilen, teils rutschigen Pfad zu meistern; bei Nässe bestimmt kein all zu großes Vergnügen. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es mehr oder weniger moderat weiter zum Gipfel der Soinwand (1.745 Meter), wo ich mich jedoch nicht sonderlich lange aufhielt. Der Weg zur Lachspitze führte mich zurück zur Scharte, ehe es über saftige Bergwiesen zur Bergstation des Lacherliftes ging; hier sollte ich auch wieder "meine" Gämsen (die sich inzwischen augenscheinlich ein paar Meter in Richtung Osten bewegt hatten) sehen, die etwas unterhalb meines Pfades grasten. Weiter ging es vorbei an Latschengewächs bis zum Fuß des Gipfefelsens. Über ein paar leicht zu bewältigenden Steilstufen erreichte ich wenig später den dritten und letzten Gipfel des Tages, die 1.724 Meter hohe Lacherspitze. Von hier aus hat man (wie auch von den drei anderen Gipfeln) einen guten Blick auf Wendelstein, Wildalpjoch, Käserwand und Seewandkopfl in direkter Nachbarschaft (ebenso natürlich auf die beiden bereits erklommenen Gipfel des Tages), sowie auf den Wilden Kaiser, die Loferer Steinberge und die Hohen Tauern in der Ferne. Nachdem ich mich in aller Ruhe meiner Brotzeit gewidmet hatte, machte ich mich langsam aber sicher an den Abstieg, wollte ich meine Eltern und Ida doch nicht all zu lange warten lassen. Durch das Lacherkar (hier erwischte mich dann doch noch der sich seit einiger Zeit ankündigende Regen; dafür gab es im Anschluss blauen Himmel und Sonne pur!) ging es hinunter zur Oberen Lacheralm (die Bewohner der unterwegs erspähten Murmeltierbaue ließen sich ob des zu diesem Zeitpunkt noch vorherrschenden Schauers leider nicht blicken). Von dort aus ging es teils über Teerstraßen, teils über Wanderwege zurück zur Materialseilbahn der Soinhütte, wo sich der Kreis wieder schließen sollte; die letzten Kilometer absolvierte ich somit auf dem selben Weg wie am Hinweg. Um kurz nach halb drei drei hatte ich den Ausgangspunkt meiner Wanderung wieder erreicht. Auf dem Heimweg machte ich noch einen kurzen Zwischenstopp im Café Winkelstüberl, wollte ich Ida doch nach all der Aufregung zumindest eine kleine Freude machen...
Seebergkopf 14. März 2026
Da der Freitag aus diversen Gründen als (wöchentlicher) Bergtag nicht in Frage gekommen war, hatte ich das Thema Berge für dieses Wochenende...
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Es war Ende März, als mir meine Südtiroler Kollegin Tina einen Link für den acht-gipfel-marsch per WhatsApp schickte; keine zwei Tage späte...
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Nachdem es in den letzten vier Wochen mit den Bergen aus unterschiedlichsten Gründen nicht klappen sollte, musste es an diesem Wochenende en...
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Auch dieses Jahr sollte es Ostern nicht nach Südtirol gehen (nächstes Jahr ist es dann aber wieder soweit; Stand heute); da wir mit der Plan...





