Pro forma hatte ich mich Mitte der Woche nach möglichen Wanderungen für den Freitag beschäftigt, jedoch war die Prognose des Wetterberichts nicht gerade der Hit (reicht ja, wenn es unter der Woche schön ist 😕). Eher zufällig stolperte ich über die auch bei winterlichen Verhältnissen machbare Runde von Kössen über Wetterfahne und Rudersburg (letzteren versah ich jedoch vorsichtshalber mit einem Fragezeichen). Bereits am Donnerstagnachmittag vermeldete bergfex.de für den kommenden Tag deutlich besseres Wetter als prognostiziert; die finale Entscheidung fiel jedoch erst am Freitagmorgen beim Blick auf die Webcam des Unterberg in Kössen. So wurde schnell der Rucksack gepackt (als Brotzeit mussten diesmal eine Orange und zwei Müsliriegel genügen) und ab ging es in Richtung Kaiserwinkel. Um kurz nach zehn hatte ich den Wanderparkplatz (Tagesgebühr faire drei Euro) in Staffen erreicht; keine fünf Minuten später sollte die Sonne erstmals die (sich langsam löchrig werdende) Wolkendecke durchbrechen... 😊
Aus der anfangs geteerten Straße wird bereits nach wenigen hundert Metern ein Forstweg, auf dem es etwa eine halbe Stunde in gemächlicher Steigung durch den Bergwald aufwärts ging. Kurz vor dem Erreichen der Hinhager Alm wurde es langsam etwas steiler und der Aufstieg erfolgte (endlich) über Pfade. Mit dem Erreichen des Rücken der Wetterfahne kehrte "schlagartig" der Winter ein (zuvor waren die Wege mehr oder weniger schneefrei), was mich aber bis zum Erreichen der Gipfelkuppe (1.284 Meter) mit ihrer großen Wetterfahne (Nomen est omen 😅) nicht vor größere Herausforderungen stellte. Ach ja, unmittelbar vor Erreichen des ersten Gipfels sollten mir das einzige Mal auf der heutigen Tour andere Bergfreunde über die Weg laufen. Nachdem ich etwa eine Viertelstunde die (bereits hier schon) herrliche Aussicht genossen hatte, machte ich mich auf den Weg in Richtung Rudersburg, die von der Wetterfahne scheinbar zum Greifen nahe ist. Tatsächlich sollte es aber gut eine Stunde dauern, bis ich den durchaus beeindruckenden Gipfel der Rudersburg endlich erreicht hatte. Dazwischen lag ein teils abenteuerlicher Weg durch den Schnee von Markierung zu Markierung, ein Abstieg von rund hundert Höhenmetern und ein durchaus steiler Aufstieg (unter anderem gilt es eine kurze schrofige Rinne) zum Gipfelplateau, der ohne Grödel nicht zu empfehlen gewesen wäre. Belohnt wurde ich hier oben mit ein wunderbaren Blick auf den Wilden Kaiser, die Hohen Tauern, sowie die (umliegenden) Gipfel der Chiemgauer Alpen. Gut eine halbe Stunde genoss ich hier oben Aussicht, Brotzeit und die himmlische Ruhe (welch Kontrast zum sonst so stressigen Alltag!), ehe ich mich langsam aber sicher wieder an den Abstieg machen sollte. Das erste Stück ging es über den bereits vom Aufstieg bekannten Weg, an der Abzweigung (zurück) zur Wetterfahne wählte ich diesmal jedoch den direkten Rückweg Richtung Kössen, der mich (alsbald auf Forstwegen) über die im Sommer bewirtschaftete Naringalm (die übrigens herrlich gelegen ist) und die Hinhager Alm (hier trifft man wieder auf den Aufstiegsweg) zurück ins Tal brachte.
out of hebertshausen
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Samstag, 14. Februar 2026
Wetterfahne & Rudersburg 13. Februar 2026
Samstag, 7. Februar 2026
Hirschhörnlkopf 6. Februar 2026
Ursprünglich sollte es am Freitag mit einem Kollegen zum Skifahren gehen, jedoch machte uns der Wetterbericht (respektive das Wetter) einen Strich durch die Rechnung; auf den angekündigten Schneefall und/oder Regen hatten wir nun wirklich keine Lust, zumal Skifahren inzwischen ja alles andere als ein Schnäppchen ist...
Da ich aber unbedingt mal wieder "raus" musste, machte ich mich am Donnerstagabend auf die Suche nach einer Alternative; zur Auswahl standen Latschenkopf, Glaswand und Hirschhörnlkopf, allesamt Gipfel, die wir vor gut einem Monat vom Staffel aus sehen konnten, und es bis dato noch nicht in mein Gipfelbuch geschafft haben. Aufgrund der Witterungsbedingungen entschied ich mich mit dem Hirschhörnlkopf für die wohl leichteste Tour. Da mir die Arbeitswoche noch gehörig in den Knochen steckte, und ich zudem unsere beiden Minischweine in aller Ruhe versorgen wollte, wurde es letztendlich viertel vor elf, ehe ich meinen Ausgangspunkt, den Wanderparkplatz Jachenau Ortsmitte (die Tagesgebühr beträgt fünf Euro) erreicht hatte. Die ersten zweieinhalb Kilometer führte mich mein Weg über (anfangs) verschneite (und teilweise leicht vereiste) Forstwege, ehe es fortan in unzähligen Kehren den steilen bewaldeten Südhang hinauf zu den Wiesenhängen der Pfundalm ging. Über weitgehend schneebedeckte Bergwiesen ging es fortan weiter zu den Wirtschaftsgebäuden der Alm, ehe die letzten hundert Höhenmeter (mit durchwegs sanftem Anstieg) auf mich warteten. Vom Gipfel des Hirschhörnlkopf (1.515 Meter) hat man einen herrlichen Blick auf den Walchensee, das Karwendel und die umliegenden Gipfel des Isarwinkel. Kaum hatte ich es mir mit meiner, heute etwas spärlichen Brotzeit unmittelbar neben dem Gipfelkreuz gemütlich gemacht, da fing es auch schon an zu schneien (die Schlechtwetterfront hatte sich bereits über dem Karwendel angekündigt, während ich zu Beginn des Aufstiegs noch mit teils blauem Himmel und ein paar Sonnenstrahlen verwöhnt wurde); nichts destotrotz verweilte ich noch rund zwanzig Minuten hier oben, ehe ich mich langsam aber sicher wieder auf den Weg hinunter ins Tal machte. Da aus dem Schneefall mit Verlassen der Almwiesen recht schnell Regen wurde, versuchte ich die noch knapp vier vor mir liegenden Kilometer so schnell wie möglich hinter mich zu bringen...
Wetterfahne & Rudersburg 13. Februar 2026
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Nachdem es in den letzten vier Wochen mit den Bergen aus unterschiedlichsten Gründen nicht klappen sollte, musste es an diesem Wochenende en...










































