Als der Wecker um kurz vor sechs läutete, stellte ich mir (ganz) kurz die Frage, ob ich wirklich noch alle Latten am Zaun hab; zehn Minuten später hatte jedoch die Vorfreude auf die bevorstehende (wenn auch aus familiären Gründen kleine) Bergtour die Oberhand gewonnen. Schnell noch meinen Rücksack gepackt und unsere zwei vierbeinigen Freunde versorgt, und schon befand ich mich auf dem Weg in Richtung Ohlstadt. Um kurz nach acht hatte ich den (zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend verwaisten) Wanderparkplatz Heimgarten (als Tagesgebühr werden hier fünf Euro ausgerufen) auch schon erreicht. Keine zehn Minuten später befand ich mich auch schon auf weitgehend unspektakulären Aufstieg (etwa viereinhalb der fünf Kilometer bis zum Gipfel des Rötelstein gilt es auf Forstwegen zu absolvieren; für etwas Abwechslung sorgten die Überquerung eines Bachbettes und die kurzen schneebedeckten Teilstücke). Erst auf dem letzten Teilstück ging es auf einem zunehmend steiler werdenden Pfad (das anspruchvollste Teilstück stellen hierbei die letzten Meter zwischen Sattel und Gipfel dar; gerade bei Regen dürfte lehmige Boden recht rutschig sein) hinauf zum imposanten Gipfelkreuz (1.394 Meter). Während die Sicht auf die umliegenden Berge (allen voran natürlich Herzogstand und Heimgarten) bereits hervorragend war, versteckten sich sowohl Staffelsee, Riegsee, Kochelsee als auch Ohlstadt und Murnau zu diesem Zeitpunkt noch unter einer imposanten Wolkendecke; wobei ich zugeben muss, dass mich diese auch begeistern konnte. Während meines rund fünfundvierzigminütigen Aufenthalts (die Ruhe und Einsamkeit hier oben, gepaart mit den herrlich warmen Sonnenstrahlen, genoss ich in vollen Zügen 😊), sollte sich die Wolkendecke nach und nach lichten... Kurz vor Erreichen des Forstweges sollte ich (abgesehen von den drei Wanderern am Parkplatz, die jedoch den Heimgarten als Ziel ausgerufen hatten) das erste Mal auf weitere Bergfexen treffen (das sollte sich in der Folgezeit aber mehr und mehr wandeln, so dass ich mich zuletzt eher am Stachus als in den Bergen wähnte; bei dem herrlichen Wetter jedoch kein all zu großes Wunder 😉). Der Abstieg führte mich dann um den Käserberg hinauf zur Kaseralm, von wo aus es über verschneite Almwiesen (zwischenzeitlich hatte ich ein Déjà-vu; erinnerte der verschneite Weg doch ein wenig an unser Abenteuer am vergangenen Dienstag auf dem Tschögglberg in Südtirol), Forstwege (im Gegensatz zum Aufstieg diesmal aber nur auf kleinen Teilstücken, weshalb ich im Nachhinein sagen würde, dass die Tour "andersrum" wohl deutlich besser gewesen wäre) und kleine Pfade zurück ins Tal ging. Kurz vor der Rückkehr zum Auto passierte ich noch die durchaus sehenswerten Kaltwasserfälle; die Veste Scheuenburg ließ ich aus Zeitgründen jedoch links rechts liegen. Exakt drei Stunden und zwei Minuten nachdem ich mich auf den Weg gemacht hatte, war ich auch schon wieder zurück am Parkplatz.
out of hebertshausen
- die welt entdecken -
Sonntag, 12. April 2026
Montag, 16. März 2026
Seebergkopf 14. März 2026
Da der Freitag aus diversen Gründen als (wöchentlicher) Bergtag nicht in Frage gekommen war, hatte ich das Thema Berge für dieses Wochenende eigentlich schon ad acta gelegt. Als ich aber am Samstagmorgen ohne Wecker bereits um kurz nach fünf wach wurde, entschied ich mich (nachdem ich mich noch zwanzig Minuten hin und her gewälzt hatte) spontan für einen Kurztripp ins Mangfallgebirge; den Seebergkopf hatte ich bereits vor einigen Wochen als "schnellen Berg" auf meine Liste aufgenommen, so dass ich "nur" schnell die Schweine versorgen und meine sieben Sachen packen musste. Um halb sieben startete ich letztendlich in Richtung Bayrischzell.
Wer sich die fünf Euro Tagesgebühr für den Seebergparkplatz sparen will, kann zwischen sechs Uhr morgens und acht Uhr abends auch in der gegenüberliegenden Straße parken, Von hier aus startete ich flotten Schrittes in Richtung Seebergkopf. Vorbei am Parkplatz und dem angrenzenten Minigolfplatz führte mich mein Weg durch bewaldete Berghänge in Serpentinen aufwärts; die Steigung hält sich hierbei meist im Rahmen - gut fürs Tempo... 😉 Nach etwa zweieinhalb Kilometern lichtete sich der Wald zusehend, und ermöglichte mir erste Blicke auf den kleinen und großen Traiten, sowie das Ursprungstal. Spätestens mit erreichen der Almwiesen rund um die Neuhütte (hier heißt es halbrechts in Richtung Seebergkopf abbiegen, gerade aus geht es weiter auf dem Bayrischzeller Höhenweg) bot sich mir ein erster Blick in Richtung Hinteres Sonnwendjoch, Rotwand und der aus dieser Perspektive pyramidenartigen Erscheinung des Dürrmiesing. Zwanzig Minuten später passiere ich die Seebergalm, ehe es nach der Querung eines weiteren Grashang auf den letzten Metern durch licht bewaldetes Gelände noch einmal etwas steiler wurde. Am Rücken des Seebergkopf wird das Gelände deutlich flacher; nachdem ich das einzige sich noch auf dem Weg befindliche "Schneefeld" passiert hatte (zuvor gab es ein paar vereiste Stücke auf dem Pfad, die aber gut umgangen werden konnten), stand ich auch schon vor dem großen Holzkreuz. Vom Gipfel (1.538 Metzweier) schweifte der Blick vom Breitenstein und Wendelstein über Bayrischzell und dsas Sudelfeld zum Traithen. Im Süden zeigten sich das Hintere Sonnwendjoch und dei prominenten Vertreter der Bergwelt rund um den Spitzingsee, wie die Rotwand, der Miesing, die Ruchenköpfe, die Aiplspitz und die Brecherspitze. Rund zwanzig Minuten sollte ich hier oben in absoluter Ruhe (es hat schon was, den Gipfel ganz für sich allein zu haben) die Aussicht genießen und die Seele baumeln lassen, ehe ich mich langsam aber sicher wieder auf den Weg ins Tal machte. Hierbei ließ ich es ordentlich krachen, so dass für die knapp sechs Kilometer keine fünfzig Minuten benötigte. Hatte ich bei der Anreise noch die Route über den Schliersee gewählt, so ging es diesmal via Fischbachau in Richtung Heimat, wollte ich doch im Cafe Winkelstüberl noch ein paar Stücke Kuchen mitnehmen.
Wer sich die fünf Euro Tagesgebühr für den Seebergparkplatz sparen will, kann zwischen sechs Uhr morgens und acht Uhr abends auch in der gegenüberliegenden Straße parken, Von hier aus startete ich flotten Schrittes in Richtung Seebergkopf. Vorbei am Parkplatz und dem angrenzenten Minigolfplatz führte mich mein Weg durch bewaldete Berghänge in Serpentinen aufwärts; die Steigung hält sich hierbei meist im Rahmen - gut fürs Tempo... 😉 Nach etwa zweieinhalb Kilometern lichtete sich der Wald zusehend, und ermöglichte mir erste Blicke auf den kleinen und großen Traiten, sowie das Ursprungstal. Spätestens mit erreichen der Almwiesen rund um die Neuhütte (hier heißt es halbrechts in Richtung Seebergkopf abbiegen, gerade aus geht es weiter auf dem Bayrischzeller Höhenweg) bot sich mir ein erster Blick in Richtung Hinteres Sonnwendjoch, Rotwand und der aus dieser Perspektive pyramidenartigen Erscheinung des Dürrmiesing. Zwanzig Minuten später passiere ich die Seebergalm, ehe es nach der Querung eines weiteren Grashang auf den letzten Metern durch licht bewaldetes Gelände noch einmal etwas steiler wurde. Am Rücken des Seebergkopf wird das Gelände deutlich flacher; nachdem ich das einzige sich noch auf dem Weg befindliche "Schneefeld" passiert hatte (zuvor gab es ein paar vereiste Stücke auf dem Pfad, die aber gut umgangen werden konnten), stand ich auch schon vor dem großen Holzkreuz. Vom Gipfel (1.538 Metzweier) schweifte der Blick vom Breitenstein und Wendelstein über Bayrischzell und dsas Sudelfeld zum Traithen. Im Süden zeigten sich das Hintere Sonnwendjoch und dei prominenten Vertreter der Bergwelt rund um den Spitzingsee, wie die Rotwand, der Miesing, die Ruchenköpfe, die Aiplspitz und die Brecherspitze. Rund zwanzig Minuten sollte ich hier oben in absoluter Ruhe (es hat schon was, den Gipfel ganz für sich allein zu haben) die Aussicht genießen und die Seele baumeln lassen, ehe ich mich langsam aber sicher wieder auf den Weg ins Tal machte. Hierbei ließ ich es ordentlich krachen, so dass für die knapp sechs Kilometer keine fünfzig Minuten benötigte. Hatte ich bei der Anreise noch die Route über den Schliersee gewählt, so ging es diesmal via Fischbachau in Richtung Heimat, wollte ich doch im Cafe Winkelstüberl noch ein paar Stücke Kuchen mitnehmen.
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Nachdem es in den letzten vier Wochen mit den Bergen aus unterschiedlichsten Gründen nicht klappen sollte, musste es an diesem Wochenende en...
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Auch dieses Jahr sollte es Ostern nicht nach Südtirol gehen (nächstes Jahr ist es dann aber wieder soweit; Stand heute); da wir mit der Plan...


































