Hatte ich mich Mitte der Woche (für den Freitag) schon von einem Besuch in den Bergen verabschiedet, verbesserte sich die Wettervorhersage am Donnerstag; jetzt war nur noch von leichtem Regen in den frühen Morgenstunden und vereinzelten Regen-/Gewitterzellen im Laufe des Vormittags respektive am frühen Nachmittag die Rede (später sollte es dann langsam aber sicher richtig aufreißen). Mit dem Geierstein oberhalb von Lenggries hatte ich mich ja schon vor ein paar Wochen beschäftigt, mich dann aber letztendlich für Kesselwand, Soinwand & Lacherspitze entschieden. Also nicht lange gefackelt, und den Parkplatz Hohenburg (am Freitag um kurz vor neun; zuvor musste ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen) ins Navi eingegeben. Bei meiner Ankunft im Tölzer Land präsentierte sich das Wetter dann deutlich besser als erwartet; doch die Freude darüber sollte nicht lange halten, zog doch in den nächsten Stunden noch eine dicke Wolkenwand über das Mangfallgebirge hinweg. Die Parkgebühr am Parkplatz Hohenburg beträgt übringens, wie auch schon bei meinem letzten Besuch vor fast genau zwei Jahren (damals ging es auf die Kampen und das Seekarkreuz), faire drei Euro für sechs Stunden. Vom Parkplatz aus führte der Weg an zwei Weihern (der größere ist der Schlossweiher) vorbei, ehe es den bewaldeten Bergrücken des Geierstein auf teils steilen Pfaden aufwärts geht. Gerade während der ersten Stunde war in Sachen Ausblick nicht sonderlich viel geboten, geht es doch fast ausnahmslos durch den Wald (bis auf wenige Stellen befindet man sich auf der kompletten Tour hauptsächlich im bewaldeten Terrain, was gerade an heißen Sommertagen von Vorteil sein dürfte). Nach einer kleinen Lichtung mit schrofiger Kraxlstelle erreichte ich über einen Felsen einen (oder besser gesagt den) Aussichtsfelsen; von zwei Bänken aus hat man von hier einen (ersten) herrlichen Rundblick über das Isartal (ebenso wie einen schindelerregenden Tiefblick). Viel sollte ich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr sehen, hatte sich der zu Beginn der Wanderung noch weitgehend blaue Himmel inzwischen "ordentlich" zugezogen, so dass von den unzähligen Berggipfeln nicht mehr sonderlich viele zu sehen waren. Dies Situation sollte sich in den restlichen fünfundzwanzig Minuten bis zum Gipfel leider noch einmal deutlich verschlechtern, so dass die Sicht am durchaus imposanten Gipfelkreuz des Geierstein (1.491 Meter) gleich null war. Zu allem Überfluss sollte es wenig später auch noch zum Regnen anfangen; dieser sollte jedoch nur ein paar Minuten anhalten. Geschützt von einem Baum direkt unterhalb des Kreuzes konnte ich meine Brotzeit dennoch genießen. Ganz ehrlich, manchmal hat auch so ein Wetter etwas ganz besonderes; auch wenn ich natürlich gerne strahlenden Sonnenschein und eine gute Aussicht gehabt hätte, war ich hier oben trotzdem glücklich und zufrieden. Nach rund vierzig Minuten (und der vergeblichen Hoffnung, doch noch ein paar Blicke vom Gipfel aus erhaschen zu können) machte ich mich langsam aber sicher an den Abstieg. Hierzu musste der Geierstein überschritten werden, ehe es über den Kammverlauf in Richtung Fockenstein ging. Nach wenigen Minuten führte der Pfad dann über eine kurze steile Schrofenpassage und etliche Serpentinen über den grasigen Gipfelhang hinunter zu einem Sattel, wo man auf den Maximiliansweg trifft. Der kürzere Weg zurück ins Tal führt linksherum; ich entschied mich jedoch für den Weg um den Gipfelaufbau rechts herum (also dem Wegweiser Richtung Fockenstein/Aueralm folgend) und den anschließenden Weg durchs Seinsbachtal. Zwar führte mich diese Route weitgehend über Forstwege, aber der Bachverlauf hatte mich schon während des Aufstiegs zu den Kampen in den Bann gezogen. Kurz bevor ich das Seinsbachtal erreichen sollte, kam dann tatsächlich wieder die Sonne heraus; und bis zur Rückkehr zum Parkplatz (knapp vier Stunden nach meinem Aufbruch) waren auch viele der umliegenden Berge wieder in ihrer vollen Pracht zu sehen.
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Samstag, 5. Juli 2025
Samstag, 8. Juli 2023
Kampen & Seekarkreuz 7. Juli 2023
Nachdem die letzten zwei Wochen(enden) wettertechnisch eine einzige Katastrophe waren, sollte es an diesem Freitag endlich wieder in die Berge gehen. Als Ziel hatte ich die Kampen (eine Gruppe aus drei Gipfeln; Ochsenkamp, Auerkamp und Spitzkamp) auserkoren. Hatte ich ursprünglich viertel nach sieben als Abfahrtszeit angepeilt, wurde es letztendlich kurz nach acht, ehe ich mich auf den Weg nach Lenggries machte... Vom Wanderparkplatz Ruine Hohenburg (für sechs Stunden zahlt man drei Euro, wer länger bleiben will, muss das doppelte berappen) führte mich mein Weg knapp sechs Kilometer über einen Forstweg durchs Hirschtal hinauf zum Hirschtalsattel; ständiger Begleiter ist auf diesem Abschnitt der Wanderung der rauschende Seinsbach. Vom Sattel ging es auf einem teils steilen Pfad (anfangs quert man eine Kuhweide, ehe sich der Weg vorbei an Latschen und dem ein oder anderen markanten Felsen nach oben windet) in einer knappen dreiviertel Stunde hinauf zum Gipfelkreuz des Ochsenkamp (mit 1.595 Metern der niedrigste der drei Kampen), von wo aus man nicht nur einen herrlichen Blick auf den Tegernsee hat, sondern auch (über die Nachbargipfel hinweg) auf die Bergwelt zwischen den Hohen Tauern und der Zugspitze. Nach rund zwanzig Minuten führte mich mein Weg weiter über den eher unscheinbaren Gipfel des Auerkamp (hier gibt es weder Gipfelkreuz noch sonst einen Hinweis auf den, mit 1.607 Metern höchsten der drei Kampen) über einige felsige Passagen zum Spitzkamp (1.603 Meter), wo ich meine wohlverdiente Mittagspause einlegte. Ob es am permanenten Blick auf das Seekarkreuz oder an der auf hoehenrausch.de beschriebenen "Abstiegsalternative" lag, weiß ich nicht mehr so genau, jedoch reifte während meiner Rast der Entschluss, doch auch noch den vierten Gipfel des Tages "mitzunehmen"... Über einen steilen, an einer Stelle (eher dürftig) mit einem Drahtseil gesicherten Weg ging es wenig später hinunter auf einen, zum Hirschtalsattel führenden Forstweg, den ich aber nach kurzer Zeit wieder verließ; auf einem Trampelpfad ging es in Mitten grüner Wiesen (etliche Kuhfladen deuten darauf hin, dass hier bisweilen auch Weidevieh unterwegs ist) hinauf zum Seekarkreuz (1.601 Meter). Im Gegensatz zu den drei zuvor besuchten Gipfeln sollte ich hier auf eine Hand voll Wanderer treffen. Nach kurzer Pause (und ein paar Fotos mehr auf der Speicherkarte) machte ich mich über die Lenggrieser Hütte und den Grasleitensteig auf den Weg zurück ins Tal. Mal abgesehen von der Tatsache, dass man verdammt lang auf diversen Forstwegen unterwegs ist (für Mountainbiker ist die Ecke zweifelsfrei ein Paradies), eine durchaus lohnenswerte Wanderung...
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Seebergkopf 14. März 2026
Da der Freitag aus diversen Gründen als (wöchentlicher) Bergtag nicht in Frage gekommen war, hatte ich das Thema Berge für dieses Wochenende...
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Nachdem es in den letzten vier Wochen mit den Bergen aus unterschiedlichsten Gründen nicht klappen sollte, musste es an diesem Wochenende en...
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