Posts mit dem Label Alta Badia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alta Badia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 8. Januar 2022

Alta Badia Januar 2022

Ursprünglich hatten wir ja geplant, Weihnachten 2020 mal "anders", sprich in den Bergen zu feiern. Tja, da hat uns Corona einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht...

Letztendlich sollte es noch ein gutes Jahr dauern, bis es endlich mal wieder zum Skifahren in den Dolomiten gehen sollte; als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener waren Skiurlaube in Alta Badia Fixpunkte des "Bergwinters". Da wir uns aufgrund der noch alles beherrschenden Pandemielage erst relativ kurzfristig auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft (bis auf meinen "alten Herrn", der nicht mehr Ski fährt, war die komplette Familie inklusive Anhang mit am Start) machen konnten, waren die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr ein stetiges Auf und Ab. Letztendlich wurden wir in Stern (La Villa) fündig; das Apartments Peter erwartete uns mit vier Schlafzimmern, zwei Bädern und einer geräumigen Wohnküche - für uns wie gemacht. Kleiner Wehmutstropfen war einzig und allein die Entfernung zur Seilbahn auf den Piz La Ila (rund ein Kilometer). Nun ja, auch dieses "Problem" konnten wir schnell lösen...

Den Montagabend ließen wir (nach später Anreise) gemütlich in unserer Ferienwohnung ausklingen. Am Dienstagmorgen machte ich mich zusammen mit Ida, Stella und Niko in aller Herrgottsfrüh auf den Weg zum Bäcker, schließlich ist ein gutes Frühstück das "A" und "O" für einen guten Start in den Tag. Eine halbe Stunde nach Öffnung der Lifte hatten wir endlich unsere Skipässe in der Hand; Maske auf und ab in die Schlange vor der Seilbahn auf den Piz La Ila... Apropos Maske - diese müssen sowohl in geschlossenen Gondeln als auch auch in Sesselliften, sowie beim Anstehen getragen werden. Auf den Hütten galt während unseres Aufenthalts die 3G-Regelung; eine Woche später wurde das Ganze dann auf 2G verschärft. Bisweilen fand ich das "Maske auf - Maske ab" etwas störend, aber was macht man nicht alles, um ein halbwegs "normales" Leben zu führen. Und Bock auf eine Coronainfektion  hatten/haben wir unisono nicht! Wie erwartet brauchte unser Nesthäkchen erst einmal ein paar Abfahrten, um nach rund einundzwanzig skilosen Monaten, wieder richtig reinzukommen... Bei guten Pistenbedingungen verzichtete ich im Gegensatz auf den Rest unserer Truppe auf die Mittagspause am Bioch und spulte lieber ein paar weitere Pistenkilometer 'runter... Wider aller Erwartungen viel das anschließende Urteil über das Essen auf der, mit viel Vorschusslorbeeren versehenen Bioch Hütte ziemlich ernüchternd aus; da hab ich wohl alles richtig gemacht. Wie nicht anders zu erwarten kosteten wir unseren ersten Skitag (seit einer gefühlten Ewigkeit) bis auf die letzte Minute aus, so dass es am Schluss ziemlich eng wurde, den letzten Sessellift zurück zum Piz La Ila zu erreichen. Nun ja, es hätte ja einen Plan B gegeben, um zurück ins Tal zu kommen, aber Tim, Stella und ich hatten die berühmt-berüchtigte Gran Risa als letzte Piste des Tages auserkoren... Abends wurde dann, wie auch schon am Vortag, ordentlich der Löffel geschwungen, ehe einen überaus ereignisreichen Tag mit der ein oder anderen Partie Kniffel perfekt abrundeten...







Leider meinte es der Wettergott am Mittwoch nicht gerade gut mit uns, erwartete uns doch ordentlich Schnee von oben und starker Wind von der Seite; als Schuldige wurden kurzerhand die "Schnapsverweigerer" des Vorabend ausgemacht. Stichwort "Gutwetterschnaps"! Trotz der widrigen Bedingungen konnten wir sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag ordentlich Meter machen. Die (Tief)Schneeverhältnisse waren ein Traum, was man von den schlechten Sichtverhältnissen (hier mussten vor allem die Brillenträger arg leiden) und dem teils heftigen Schneesturm nicht gerade behaupten konnte. Mittags wurde dann "etwas länger" als üblich am Piz Sorega eingekehrt; war aber auch nötig, um uns wieder ein wenig aufzuwärmen und die Klamotten wenigstens ein wenig zu trocknen... Nach der letzten Abfahrt (Stella, Tim und ich wählten hierfür - Wunder oh Wunder - erneut die Gran Risa) durfte ich erstmal unseren treuen Charlie ausbuddeln, während Stella und Tim sich aufgrund der guten Schneelage mit den Skiern auf den Weg zu unserem Apartment machten. Anschließend holte ich den Rest unserer Truppe, die aufgrund des pünktlichen Betriebsende des Verbindungslift hoch zur Talstation des Piz La Ila eine kleine Wanderung hinter sich hatten (richtig tapfer war hierbei unsere kleine Maus) ab. Zurück in der Wohnung hieß es erst mal "Auftauen" und neue Kräfte schöpfen, ehe Abendessen und eine erneute Spielerunde auf dem Programm standen. Ach ja, da wir vergessen hatten Zucker mitzunehmen respektive welchen zu kaufen, musste Bele ins benachbarten Hotel Dolomiti zum "Betteln" gehen, schließlich schmeckt Kaiserschmarrn ohne Zucker nicht wirklich. War aber kein Problem; bewaffnet mit etlichen Zuckertütchen (die, die es immer zum Kaffee oder Tee gibt) kam sie zurück...






Der Donnerstag begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein und rund dreißig Zentimeter Neuschnee; da viel das frühe Aufstehen wahrlich nicht schwer. Nach dem Frühstück wurden noch schnell unsere sieben Sachen auf die beiden Autos aufgeteilt (leider endete unser Kurzurlaub schon heute, da ich am Freitag wieder in der Arbeit sein musste - es wäre sooo schön gewesen, hätten wir auch noch die restlichen Ferientage nutzen können), und ab ging es in Richtung Lift... Bei besten Bedingungen zog es uns in Richtung Covara, hatten wir doch die Vallon Abfahrt als Ziel auserkoren. Zwar war es im oberen Bereich des Sesselliftes ziemlich windig, dafür warteten beste Aussicht und eine herrliche schwarze Piste auf uns... Nachdem wir diese ausgiebig genossen hatten, pendelten wir langsam aber sicher wieder in Richtung Piz Sorega (wo ein Teil unserer Truppe auch heute eine - wenn auch deutlich kürzerer - Pause einlegte)/Piz La Ila. Da wir keine Lust auf Abfahrtsstau in Alta Badia respektive im Pustertal hatten und zudem den herrlichen (letzten) Skitag bis zur letzten Sekunde austesten wollten, wurde es auch diesmal wieder mehr als eng, um ein letztes Mal auf den Piz La Ila und die Gran Risa zu kommen. Geschafft haben wir es aber auch diesmal! Während der letzten Abfahrt färbten sich die Wände des Heiligkreuzkofels und der La Varella herrlich rot... wow, was für ein Anblick. Mit der Gewissheit, allein davon eine Zeit zehren zu können, viel mir der Abschied von den "bleichen Bergen" nicht all zu schwer. Während wir im Radio noch von Stau im Pustertal hörten, war bei unserer Ankunft in Sankt Lorenzen hiervon glücklicherweise nichts mehr zu sehen, so dass wir für die Heimreise, trotz einen Stopps in Innsbruck, nur knapp über vier Stunden benötigten. 
Hoffen wir, dass wir im nächsten Winter wieder (unbeschwert) in die Dolomiten zum Skifahren kommen, dann ein paar Tage länger und mit der Sellaronda











Mittwoch, 1. September 2021

"damals wie heute" - ein Blick ins Familienfotoalbum

Vor ein paar Monaten hatte sich mein "alter Herr" die Mühe gemacht, das ein oder andere alte Fotoalbum zu digitalisieren; das Ergebnis hatte er auch mir auf einem USB-Stick zukommen lassen. Neben unzähligen anderen Familienfotos habe ich auch etliche Fotos aus den Jahren 1978 bis 1986 (weiter ist die "Digitalisierung" bis dato noch nicht fortgeschritten) gefunden, die meine Liebe zu den Bergen im Allgemeinen und zu Südtirol im Besonderen "erklären". Ein paar davon hab ich einfach mal für Euch ausgewählt...

Eppan Frühjahr 1978

Ritten Herbst 1978

Seiseralm Herbst 1978

Ettal 1979

Seiseralm 1980

in den Bayerischen Bergen Sommer 1981

Alta Badia Herbst 1981

Piz Boe Herbst 1982

Dolomiten Herbst 1983

Col di Lana Herbst 1984

Hexenstein Herbst 1985

Sass Songher Herbst 1985

Puez Herbst 1986

Hexenstein Herbst 1986

Montag, 2. September 2019

Alta Badia August/September 2019

Gerade erst aus Paris zurück (aufgrund der Verspätung unseres Zuges starteten wir deutlich später als geplant; aber einerseits war der Akku einfach leer, andererseits musste zumindest noch eine Ladung Wäsche gewaschen werden), befanden wir uns auch schon wieder auf dem Weg in Richtung Alta Badia. In Sterzing wurde noch ein kurzer Zwischenstopp eingelegt, schließlich mussten wir für das "Geburtstagskind" (mein Papa sollte am nächsten Tag seinen 78. Geburtstag feiern) ja noch eine Kleinigkeit besorgen. Letztendlich sollten wir unser Ziel, die Villa Al Sole (in meiner Kindheit hatte ich hier Jahr für Jahr mindestens ein bis zwei Wochen verbracht) in Sankt Kassian am späten Nachmittag erreichen. Genau richtig, um in aller Ruhe anzukommen und noch eine Runde durch den Ort zu drehen, ehe auch schon Zeit zum Abendessen war. Mit dem Donnerstag hatten wir den perfekten Anreisetag gewählt, gibt es da doch vor dem eigentlichen Essen noch einen kleinen Apparativ mit allerlei Südtiroler Leckerbissen. Aber auch so lies das kulinarische Angebot (wie gehabt erwartet die Gäste eine Mischung aus gut bürgerlicher Südtiroler Küche und der mediterranen Küche Italiens) während unseres viertägigen Aufenthalts keinerlei Wünsche offen. Den Abend beschlossen wir dann mit der einen oder anderen Runde Kniffel und/oder Zehntausend.
Am nächsten Morgen ließen wir erst einmal das Geburtstagskind hochleben, ehe wir uns nach dem Frühstück in aller Ruhe in Richtung Piz Sorega (wahlweise per pedes oder mit der Seilbahn) auf den Weg machten. Oben wurde dann nicht nur von Ida der Bear Park Movimënt (einer von drei echt schön angelegten Spielplätzen für Groß und Klein; die anderen zwei befinden sich auf dem Piz La Ila und an der Bergstation des Sessellifts La Crusc 1) unsicher gemacht, ehe es auf der Pralongià-Hochebene (von der man einen herrlichen Blick auf Sella, den Naturpark Pues-Geisler, die Fanesgruppe, Col di Lana, Porta Vescovo und im Hintergrund die Marmolada hat) weiter in Richtung Ütia (ladinisch für Hütte) Bioch ging, wo wir erneut eine Pause (neben einer kleinen Brotzeit galt es auch ein wenig zu chillen und die herrliche Aussicht - die bisweilen von der einen oder anderen Wolke ein wenig getrübt wurde- zu genießen) einlegten. Ich glaube das nennt man wohl entschleunigtes Wandern... 😉 Weiter ging es anschließend in Richtung Rifugio Alpino Pralongià, wobei sich der Rest unserer Gruppe die letzten Meter schenkte, und bereits ein Stück vor der Hütte in Richtung Sankt Kassian abbog, während ich mir einen Besuch in der kleinen Kapelle nicht nehmen lies. Auf dem Weg ins Tal sollten wir dann kurz vor unserem letzten Stopp an der Ütia Saraghes noch in ein (kleines) Gewitter kommen; so hatten wir die Regenjacken wenigstens nicht umsonst mitgenommen. Nach einem kurzen Einkehrschwung wurde noch schnell im Streichelzoo vorbeigeschaut (den tollen Spielplatz konnte Ida leider nicht auf Herz und Nieren testen, da nach dem Gewitter alles pitschnass war), ehe wir uns auf die letzten Kilometer ins Tal machten. Die knapp zwei Stunden bis zum Abendessen sollte ich (größtenteils) für einen kleinen Berglauf nutzen, hatte unser Nesthäkchen doch bei unserem letzten Halt "etwas angebaut"; leider sollte mein Einsatz letztendlich erfolglos bleiben...
Für den Samstag hatten wir uns einen Besuch auf Heiligkreuz vorgenommen, wobei es aber nicht (zumindest nicht für alle) bis hinauf zur Schutzhütte Heilig Kreuz (das direkt neben der 1484 errichteten und im 18. Jahrhundert vergrößerten Wallfahrtskirche erbaute Schutzhaus gehört sonst zu den regelmäßig besuchten Zielen unserer Familie) gehen sollte, da aktuell der (bis dato bestehende) Sessellift durch eine neue Gondelbahn ersetzt wird, und somit die knapp zweihundert Höhenmeter von der Bergstation des Sessellifts La Crusc 1 auf Schusters Rappen bestritten werden müssen; für meinen Papa leider nicht mehr möglich. Entlang des Rü de San Ćiascian (Sankt Kassianer Bach) führte uns unser Weg zuerst talwärts nach Stern (auf dem etwa vier Kilometer langen Weg passiert man diverse Kunstwerke verschiedener Künstler aus den ladinischen Tälern), und von dort aus weiter entlang der Garder weiter nach Badia, von wo aus uns der bereits erwähnte Sessellift auf den Heiligkreuz brachte. Da es ja diesmal nichts mit dem favorisierten Preiselbeer Omelette in (oder vor) der Schutzhütte Heilig Kreuz werden sollte, "musste" auf Polenta mit zerlassenem Käse und Pilzen in der Ütia Lè zurückgegriffen werden; es gibt definitiv Schlimmeres! Nach dem Essen teilte sich unsere Gruppe. Während Bele mit meinem Papa, Stella und Ida den direkten (etwas tiefer gelegenen) Rückweg nach Stern einschlugen (wo ich sie später einsammeln mit dem Auto einsammeln sollte), machte ich mich zusammen mit meiner Mama auf den Weg hinauf zur Wallfahrtskirche, von wo aus es anschließend auf dem unterhalb des Kreuzkofel entlang führenden Weg zurück nach Sankt Kassian ging. Auch am letzten Abend (für uns Jungen; meine Eltern sollten noch ein paar Tage in den Dolomiten bleiben) wurde nach dem Essen eifrig gewürfelt.
Zu wahrhaft unchristlicher Zeit sollte mich der Wecker am Sonntag aus meinen Träumen reißen; aber alles halb so wild, schließlich wollte ich ja endlich mal wieder zum Sonnenaufgang auf den Hexenstein (Sass de Stria). Der Blick über die Dolomitengipfel ist von dort einfach unbeschreiblich; ich denke, dass man es selbst erlebt haben muss, um die Magie dieses Ortes richtig verstehen zu können. Mit dem Auto ging es von Sankt Kassian hinauf zum Passo di Valparola (dieser liegt bereits in der Provinz Belluno), und von dort aus auf schmalen Pfaden (vorbei an unzähligen "Überbleibseln" des Gebirgskrieg zwischen 1915 und 1918) - im Gipfelbereich muss übrigens zwei eiserne Leitern überwunden werden - in knapp fünfzig Minuten hinauf zum Gipfel mit seinem imposanten Gipfelkreuz. In den nächsten anderthalb Stunden durfte ich ein weiteres Mal magische Momente (vom ersten Morgenrot bis hin zu den wohlig warmen Sonnenstrahlen, die nach und nach die Gipfel der Dolomiten wachküssen) erleben; schaut euch einfach die dazugehörenden Fotos an! Ich hätte es noch länger ausgehalten, aber irgendwann musste ich aufbrechen, schließlich wollte ich pünktlich zum Frühstück wieder in der Villa Al Sole sein... Gegen Mittag machten wir uns dann auf den Heimweg; unterwegs stand noch ein Besuch auf der Burg Taufers auf dem Programm. Die mächtige Burganlage, die oberhalb von Sand in Taufers thront wurde ursprünglich im Jahr 1.100 erbaut, ehe sie im 15. Jahrhundert vergrößert und ausgebaut wurde. Für acht Euro (für Erwachsene, Kinder zwischen 6 und 16 Jahren zahlen fünf Euro) kann man die Toranlagen mit den Zugbrücken, den Innenhof, den Eisenkeller, den Burggarten, die Wehrgänge, das Dachgeschoss des ehemaligen Palas sowie den Bergfried besichtigen (all das auf eigene Faust; wählt man die deutlich teurere Führung, bekommt zusätzlich noch über zwanzig vollständig erhaltene Räume zu sehen, von denen vor allem die Rüstungskammer, der Rittersaal, das sogenannte "Geisterzimmer" und die Folterkammer durchaus sehenswert sein sollen). Wir waren im Nachhinein der Meinung, dass sich der kleine Umweg (in Summe etwas mehr als vierzig Kilometer) auf jeden Fall gelohnt hat. Am Brenner legten wir dann noch einen kurzen Zwischenstopp im Outlet Center ein, ehe es über Innsbruck und Garmisch endgültig wieder in Richtung Heimat ging.




































































Seebergkopf 14. März 2026

Da der Freitag aus diversen Gründen als (wöchentlicher) Bergtag nicht in Frage gekommen war, hatte ich das Thema Berge für dieses Wochenende...