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Dienstag, 16. September 2025

28. Südtirol Drei Zinnen Alpin Run 13. September 2025

Nach der witterungsbedingten Alternativstrecke hinauf zur Bergstation des Helmjets im vergangenen Jahr, sollte es bei der 28. Auflage des Südtirol Drei Zinnen Alpin Run in diesem Jahr endlich wieder hinauf zur Dreizinnenhütte gehen. Ein bisschen Sorge bereitete mir in den letzten zehn Tagen vor dem der Blick auf die Wettervorhersage, war hier doch bis einschließlich Mittwochabend für Freitag und Samstag (immer wieder mal) Regen angesagt, und dass bei (zumindest im oberen Bereich der Strecke) Temperaturen im eher niedrigen einstelligen Bereich. Glücklicherweise hatte der "Wettergott" letztendlich doch ein Erbarmen mit den rund sechshundert Athleten aus zweiundzwanzig Nationen, und so sollte es sowohl am Freitag als auch am Samstag zwar weitgehend bewölkt sein, jedoch ohne (größeren) Niederschlag.

Und so machte ich mich voller Vorfreude auf den Weg in Richtung Hochpustertal; in Toblach bog ich allerdings rechts in Richtung Belluno ab, wollte ich den Freitagnachmittag noch für einen Besuch am Lago di Sorapis nutzen. Unterwegs legte ich noch zwei kurze Stopps am Drei-Zinnen-Blick (hier verspürte ich ein erstes Kribbeln 😉) und am Dürrensee ein. Etwas mehr als vier Stunden sollte ich (vom Aus- bis zum wieder Einsteigen in meinen Skodi am Passo Tre Croci) unterwegs sein; eine längere Pause am Lago di Sorapis, sowie eine kure am Rifugio Vandelli inklusive. Perfekte Akklimatisierung würde ich sagen!

Da meine Uhr inzwischen zehn nach acht anzeigte, hieß es auf den rund fünfunddreißig Kilometern nach Sexten ordentlich Gas geben, schließlich sollten Startnummernausgabe und Kleidersack-abgabe im Haus Sexten um neun Uhr schließen. Letztendlich sollte ich mein ziel exakt acht Minuten vor Ultimo erreichen. Nach dem "offiziellen Teil" blieb sogar noch Zeit für einen kleinen Plausch mit Fabian Watschinger. Anschließend  machte ich mich - wie auch schon in den Vorjahren - auf den Weg zur/zum Pizzeria Ristorante Erich, um mir meine obligatorischen (und überaus leckere) Pizza Diavola zu holen. Hatte ich mein Nachtquartier bis dato immer auf dem Parkplatz der Helmbahn aufgeschlagen, hieß es in diesem Jahr (auf einen extra für die Teilnehmer des Drei Zinnen Lauf ausgewiesenen Parkplatz) umziehen; keine zweihundert Meter vom Startgelände entfernt, dafür aber insbesondere am frühen Morgen deutlich ruhiger.

Beim Aufwachen war sie wieder da... eine gewisse Anspannung gepaart mir der Vorfreude auf das, was in rund zwei Stunden folgen sollte... Never change a running system lautet in dem Zusammenhang meine Devise, und so machte ich mich um kurz nach sieben auf meine inzwischen obligatorische Runde durch Sexten (mit den Stationen Backerei Trenkler, Pfarrkirche Petrus und Paulus, sowie dem Grab der Sextener Bergsteigerlegende Sepp Innerkofler). Zurück am Parkplatz wurde es langsam aber sicher Zeit, mich auf den Lauf vorzubereiten... Rund zehn Minuten vor neun gesellte ich mich zu den etwas mehr als sechshundert Athletinnen und Athleten in den Startbereich vor dem Haus Sexten. Spätestens als der Gros der Läufer mit erhobenen Händen die letzten zwei Minuten einklatschte, wich die Anspannung der Freude auf diesen wirklich einzigartigen Berglauf! Zum ersten Mal wurde die, bereits für das Vorjahr geplante neue Streckenführung zur Fischleinbodenhütte bestritten (wie mir Fabian erzählte, hatte die Idee für den neuen Streckenabschnitt der Präsident des Organisationskomitees Alfred Prenn; Hintergrund war die zuletzt immer schwächer besuchte Dorfrunde mit einer alternativen Strecke zu ersetzten); so ging es nach einer Runde ums Haus Sexten direkt nach Moos und weiter in Richtung Lienerstall bis zur Festung Heidereck und weiter über die Lärchenwiesen des Fischleintals zur Fischleinbodenhütte, von wo aus es auf der altbekannten (Original)Strecke vorbei an der Talschlusshütte über den kräftezehrenden Serpentinenweg hinauf in Richtung Zsigmondyhütte geht. Ich persönlich war durchaus begeistert von der Neuerung, die den Läufern übrigens ein Plus von vierhundert Metern und einundzwanzig Höhenmetern beschert! Während ich auf den ersten beiden Streckenabschnitten im Vergleich zum Lauf vor zwei Jahren (bis zum Talschluss standen knapp drei Minuten mehr auf der Uhr - bei vierhundert Metern längerer Strecke , bis zur Zsigmondyhütte kamen noch einmal anderthalb Minuten hinzu) langsamer unterwegs war, bewältigte ich den letzten Streckenabschnitt (erst rund dreihundert Meter hinauf zur Büllelejochütte, dann der "wilde Ritt" hinunter in Richtung der Bödenseen, ehe es auf dem letzten Kilometer zur Dreizinnenhütte noch einmal aufwärts geht) drei Minuten schneller als zuletzt. Mehr als ausgepowert aber voller Adrenalin sollte ich die Ziellinie (von den drei Zinnen sollte zu diesem Zeitpunkt leider nichts zu sehen sein) mit einer Zeit von 2:36:30 überschreiten; gewünscht hatte ich mir eine Zeit von unter zweieinhalb Stunden.

Eingemummt in warme Sachen verweilte ich noch eine Zeitlang im Zielbereich (wo die noch folgenden "Finisher" sowohl von den Zuschauern als auch von den bereits angekommenen Athleten auf den letzten Metern noch einmal lautstark gepusht wurden), ehe ich abseits des Trubels noch ein wenig meine Seele baumeln ließ; nach und nach sollten sich auch der Paternkofel und die Drei Zinnen (die sich lange in den Wolken "versteckten") zeigen. Und auch der eine oder andere Sonnenstrahl bahnte sich den Weg... und so viel es mir nicht leicht, diesem (für mich) magischen Ort nach gut zwei Stunden (schon) wieder den Rücken zu kehren; musste aber sein, wollte ich doch pünktlich zur Siegerehrung wieder in Sexten sein. Letztendlich sollte sogar noch genug Zeit bleiben, um meine durchgeschwitzten Klamotten gegen legere Kleidung zu tauschen und mir meine Portion Nudeln abzuholen... Bei den Damen triumphierte, wie auch schon in den vergangenen drei Jahren Sara Bottarelli (mit einer Zeit von 1:50:30) vor der Lokalmatadorin Agnes Tschurtschenthaler und der Deutschen Severine Petersen; mit nun mehr fünf Siegen alleinige Spitzenreiterin (bis dato musste sie sich den Platz an der Sonne mit der Tschechin Anna Pichrtova teilen). Bei den Herren landeten mit Elija Kamau Kariuki (1:30:41) und James Thuo Irungu (1:33:54) zwei Kenianer auf den Plätzen eins und drei, während der zweite Platz an den Italiener Tiziano Moia (1:31:20) ging.

Mein abschließender Dank gebührt wie immer dem Organisationskomitee, den zahlreichen Helfern und Fabian Watschinger fürs "Versorgen" mit Informationen.

Den 12. September 2026 hab ich mir selbstverständlich bereits fett im Kalender markiert!









































Meine "harten" Fakten

Start: 09:00
Talschluss: 09:45:57 - 15. Altersgruppe M45 - 121. Overall
Zsigmondy: 10:37:28 - 19. Altersgruppe M45 - 157. Overall
Ziel: 11:36:30 - 26. Altersgruppe M45 - 198. Overall

Teilnehmer Männer Altersgruppe M45: 58 (58 im Ziel)
Teilnehmer Manner Overall: 416 (409 im Ziel)

Freitag, 4. Oktober 2024

Benediktenwand 3. Oktober 2024

Ursprünglich war mein Job, für den Tag der Deutschen Einheit eine "familientaugliche" Tour zu suchen, da Tims Eltern, die in der Woche in Hebertshausen zu Gast waren, noch mal in die Berge wollten. Eigentlich keine all zu schwere Aufgabe, aber da der Wetterbericht wenig Gutes zu vermelden hatte, blieben nicht all zu viele Ecken, an denen es zumindest nicht regnen sollte. Nachdem ich sowohl am Dienstagabend als auch am Mittwochvormittag fast stündlich die Wetterprognosen auf bergfex.de (in meinen Augen die beste Seite, wenn es ums Wetter in den Bergen geht) für alle relevanten Regionen gecheckt hatte, entschied ich mich für eine Tour aufs Trainsjoch (bis 16 Uhr kein Regen; unterwegs mit Einkehrmöglichkeit und auf dem Heimweg noch die Option "Winklstüberl"). Letztendlich für die Katz, da Familie Schwennicke kurzerhand die Pläne geändert hatte; der Blick auf die Wetter App hatte wohl eine abschreckende Wirkung... Schade um die vielen Stunden, die ich mir den Kopf zermartert hatte; mein neuer Plan war erst mal abwarten, und am Abend 'ne Tour für mich (Ida hatte inzwischen was mit einer Freundin ausgemacht, so dass ich mich nach niemandem mehr richten musste - Bele erkundete übrigens in der Woche mit einer Freundin Elba und kam zu dem Schluss, dass wir da auf jeden Fall noch mal zusammen hin müssen!) in der Ecke auszusuchen, die letztendlich das beste Wetter zu bieten hatte. Und so viel die Wahl letztendlich auf eine erneute Besteigung der Benediktenwand (bergfex versprach sternenklaren Himmel; bis Mittag sollte es leicht bewölkt mit sonnigen Momenten sein, ehe es gegen Nachmittag mehr und mehr zuziehen sollte). Um das Wetter bestmöglich auszunutzen startete ich um halb fünf in Richtung Benediktbeuren; um die Parkgebühr von acht Euro zu sparen, nahm ich gerne ein paar hundert Meter "Extrastrecke" auf mich (gut, wenn man zu solch unchristlicher Zeit startet, denn viele Parkmöglichkeiten gibt es am Rande der Parkverbotszone nicht). Mit leichtem Gepäck (schließlich war geplant, einen Großteil der Strecke - gerade auf den Forstwegen - laufend zu absolvieren) und Stirnlampe startete ich um kurz nach halb sechs... Leider sollte ich zwischen Kilometer vier und fünf einen größeren Stein übersehen, was mir einen ordentliche Bruchlandung bescherte; einen Augenblick hatte ich das Gefühl, dass im linken Knie (das ja schon länger Probleme macht) jetzt endgültig alles kaputt ist, aber nach ein paar Minuten auf allen Vieren und den ersten zaghaften Gehversuchen, folgte erstmal Entwarnung. Umkehren oder weitergehen (an Laufen war in diesem Moment nicht zu denken) hieß nun die folgenschwere Frage. Wer mich kennt, der weiß, dass die Vernunft einmal mehr den Kürzeren ziehen sollte, und so ging es (mit einem "leichten" Ziehen im Knie) weiter bergauf. Überraschenderweise ließ der große Schmerz langsam aber sicher nach, so dass ich das Tempo ab Kilometer sieben langsam wieder steigern konnte... 😅 Kurz nachdem ich die Tutzinger Hütte passiert hatte, kam tatsächlich die Sonne raus; bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht verkehrt. Leider sollte das Vergnügen nur von kurzer Dauer sein (und das, obwohl der Himmel auch in der Folgezeit immer wieder blaue Abschnitte vorweisen konnte); hinzu kam mit zunehmender Höhe ein überaus unangenehmer kalter Wind. Knapp drei Stunden nachdem ich meine Trailrunnig Schuhe geschnürt hatte, stand ich (trotz Handicap) bereits am Gipfelkreuz, wo ich mich aber aufgrund der eisigen Temperaturen nicht sonderlich lange aufhielt. Zur wohlverdienten Pause verzog ich mich ins Gipfelbiwak; wirklich war es da drinnen auch nicht, aber ich musste wenigstens keine Angst haben, vollends auszukühlen. Auf dem Abstieg zur Tutzinger Hütte über die einfachere Westseite kamen mir nicht nur die ersten (und bis zurück auf den Forstwegen auch einzigen) anderen Wanderer entgegen, sondern auch der eine oder andere Steinbock "kreuzte" meinen Weg; welch prachtvolle Tiere! Zurück auf den Forstwegen verfiel ich dann zumindest zeitweise wieder ins Laufen, so dass ich nach exakt sechs Stunden (inklusive Pausen) und etwas mehr als dreiundzwanzigeinhalb Kilometern zurück beim Auto war. Beim Wechseln meiner Wanderhose gegen die gemütliche Short kam ich dann in den "Genuss", mein geschundenes Knie in voller Pracht zu begutachten. Bleibt zu hoffen, dass es letztendlich nur bei einer ordentlichen Prellung bleibt, und nicht doch noch das böse Erwachen folgt...

































Seebergkopf 14. März 2026

Da der Freitag aus diversen Gründen als (wöchentlicher) Bergtag nicht in Frage gekommen war, hatte ich das Thema Berge für dieses Wochenende...