Auf der Suche (erste Adresse ist hier nach wie vor hoehenrausch.de) nach einer nicht all zu langen Tour in Kombination mit einer relativ kurzen Anreise stolperte ich über die Hochsalwand. Da meine Wetter-App bis zehn/halb elf für Bad Feilnbach Regen angesagt hatte (später sollte es stürmisch werden, dafür aber weitgehend trocken bleiben), startete ich diesmal "etwas" später in Richtung Berge. Um kurz vor zehn hatte ich mein Ziel, den Parkplatz Oberes Jenbachtal (die Straße dorthin ist in der Regel von Mitte April bis Mitte November befahrbar; als Parkgebühr wird ein Euro je begonnene (!) Stunde ausgerufen - die Maximalgebühr tagsüber beläuft sich auf acht Euro) erreicht. Wie vorhergesagt sollte der Regen keine Viertelstunde später langsam aber sicher aufhören... Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich bereits auf dem Forstweg in Richtung Hochsalwand, den ich jedoch nach rund zehn Minuten wieder verließ, um über den Eggensteig hinauf zum Mitterberg zu gelangen. Auf den letzten zweihundert Metern musste ich ordentlich gegen den überaus starken Wind (teils waren es schon heftige Sturmböen, mit denen ich auch in der Folgezeit ganz schön zu kämpfen hatte) ankämpfen. Auch ein Grund, warum mein Aufenthalt auf dem ersten Gipfel (1.214 Meter) auf einen (ganz) kurzen Fotostopp begrenzt wurde. Mein Weg führte mich anschließend hinab zur Schuhbräualm, von wo aus es über einen schmalen (durch den Regen teils rutschigen) Pfad über Wiesenhänge vorbei an der Rampoldalm bis hinauf zum Gipfelkreuz der Rampoldplatte (1.422 Meter) ging; inzwischen hatte es (ein letztes Mal) zu Regnen (zum Glück nicht sonderlich stark) begonnen. Im Gegensatz zum Mitterberg verweilte ich hier wenigstens knapp zehn Minuten; Zeit um den sich langsam leerenden Akku wenigstens wieder ein bisschen zu füllen... Über steiles Gelände ging es anschließend erst einmal hinab von der Rampoldplatte auf den grasbewachsenen Verbindungsrücken, dem ich in der Folgezeit weiter in Richtung Hochsalwand folgte. Mit der Zeit wurde das Gelände wieder steiler und auch schrofiger. Zwischendurch sind einzelne Wegabschnitte drahtseilgesichert, was an manschen Stellen eher ein Hindernis als eine Hilfe darstellt. Nach rund zwei Stunden hatte ich den Rücken der Hochsalwand erreicht; zu meiner Freude klart der Himmel mehr und mehr auf! Die letzten Meter hinauf zum Gipfel (1.624 Meter) säumen unzählige Latschen den Weg... Als ich es mir um viertel nach zwölf etwas unterhalb des Gipfelkreuzes gemütlich machte, kamen Wildalpjoch, Wendelstein und viele weitere Berggipfel langsam aber sicher aus den Wolken hervor. Tja, da hatte ich wohl doch (nicht) alles (aber vieles) richtig gemacht... Eine gute halbe Stunde ließ ich die Seele baumeln, genoss die grandiose Aussicht ebenso wie meine Brotzeit; genau diese Momente sind es, an denen man meist lange zehren kann! Hinab ging es anschließend über den Rücken der Hochsalwand hinunter zur Reindleralm, und von dort aus weiter über den Geo-Trail (hier kamen mir übrigens zum ersten Mal am heutigen Tag andere Wanderer entgegen) in Serpentinen durch den bewaldeten Hang hinunter in Richtung Bad Feilenbach. Die letzten zweieinhalb Kilometer (vorbei an der Wirtsalm) hätte ich nicht unbedingt gebraucht, bestreitet man diese ausschließlich auf (unspektakulären) Forstwegen. Bevor es wieder in Richtung Heimat gehen sollte, stattete ich noch schnell dem Jenbachfall einen Besuch ab; wäre schade gewesen, hätte ich die knapp fünfzehn "Extraminuten" nicht investiert...
Posts mit dem Label Wettersteingebirge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wettersteingebirge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 29. Oktober 2023
Rampoldplatte & Hochsalwand 27. Oktober 2023
Samstag, 14. Oktober 2023
Höllentalklamm & Eibseerunde 12. & 13. Oktober 2023
Im Rahmen unseres Betriebsausflug zum 25jährigen Kanzleijubiläum sollte eine kleine Wanderung, sowie ein morgendlicher Lauf um den Eibsee herausspringen... Nach gemeinsamer Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (wir nutzten für die letzte Etappe die Zugspitzbahn und mussten so, im Gegensatz zum Bus, der direkt vor dem Eibsee-Hotel hält, rund zweihundert Meter per pedes bewältigen 😉) und einer ausgiebigen Brotzeit (mit Blick auf den Eibsee), machte ich mich zusammen mit zwei Kollegen auf den Weg nach Hammersbach (auch diesmal mit der Zugspitzbahn), von wo aus wir durch die Höllentalklamm (Mitglieder des DAV zahlen 2,00 Euro für Erwachsene beziehungsweise 1,00 Euro für Kinder zwischen 7 und 17 Jahren - Nichtmitglieder 6,00 Euro für Erwachsene und 2,00 Euro für Kinder) hinauf zur (leider seit Anfang dieser Woche geschlossenen) Höllentalangerhütte. Obwohl der Hammersbach aufgrund der trockenen letzten Wochen/Monate wenig Wasser führte, war der Weg durch die Klamm (an der Höllentalklamm-Eingangshütte heißt diese eigentlich noch Maximilansklamm) einmal mehr ein beeindruckendes Erlebnis. Im Gegensatz zur Partnachklamm ist eine Begehung der Höllentalklamm im Winter aufgrund mehrerer großer Lawinengebiete auf beiden Seiten (laut Internet wurden hier schon Schneemassen von bis zu siebzig Metern gemessen) völlig ausgeschlossen; im Frühjahr müssen Eis und Schnee von einer professionellen Wegebaufirma beseitigt werden... Der Weg vom oberen Ausgang der Klamm bis zur Höllentalangerhütte (die auf 1.387 Meter gelegene Hütte wurde in den Jahren 2014 bis 2015 komplett erneuert und wurde 2019 aufgrund der verantwortungsvollen Versorgungsstrategie mit dem ClimaHost-Sonderpreis ausgezeichnet) legten wir (ebenso wie Weg zurück ins Tal) in absoluter Rekordzeit zurück; sehr zur Freude meiner beiden Begleiter! 😊 Der Weg von Hammersbach zurück zum Eibsee sollte es dann noch einmal in sich haben, ging es doch mit der Zugspitzbahn zu "später Stunde" nur noch bis nach Grainau, von wo aus es mit dem Bus weiter gehen sollte. Aufgrund von Bauarbeiten kamen wir hier noch in den Genuss eines kurzen Marsches nach Untergreinau. Letztendlich sollten wir knapp zehn Minuten vor dem (gemeinsamen) Abendessen zurück im Hotel sein; das nenn ich mal Timing...
Ach ja, für den nächsten Besuch auf der Höllentalangerhütte ist der Aufstieg über den Stangensteig, mit seiner durchaus beeindruckenden Eisenbrücke über die Klamm fest eingeplant.
Am nächsten Morgen stand vor dem Frühstück noch ein kleiner Morgenlauf um den Eibsee (der nicht zu unrecht als der schönste See der bayerischen Alpen gilt) auf meiner Agenda. Einen meiner beiden gestrigen Mitstreiter hatte ich am Vorabend so angetriggert, dass er sich mir kurzerhand anschloss. Trotz der einen oder anderen Fotopause meisterten wir die knapp sieben Kilometer (sowie die rund vierhundert Höhenmeter) in einer knappen Dreiviertelstunde. Einen Sprung in den (doch recht frischen) Eibsee ließ ich mir nach unserer Rückkehr zum Hotel (natürlich) nicht entgehen...
Abonnieren
Kommentare (Atom)
Seebergkopf 14. März 2026
Da der Freitag aus diversen Gründen als (wöchentlicher) Bergtag nicht in Frage gekommen war, hatte ich das Thema Berge für dieses Wochenende...
-
Es war Ende März, als mir meine Südtiroler Kollegin Tina einen Link für den acht-gipfel-marsch per WhatsApp schickte; keine zwei Tage späte...
-
Nachdem es in den letzten vier Wochen mit den Bergen aus unterschiedlichsten Gründen nicht klappen sollte, musste es an diesem Wochenende en...
-
Auch dieses Jahr sollte es Ostern nicht nach Südtirol gehen (nächstes Jahr ist es dann aber wieder soweit; Stand heute); da wir mit der Plan...


















