Posts mit dem Label Kufstein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kufstein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. Juli 2025

Pendling 12. Juni 2025

Da es meinen Herzensverein diesen Sommer an den Wilden Kaiser, genaugenommen nach Scheffau verschlagen sollte, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten, war schnell klar, dass ich mir die Testspiele (zumindest größtenteils) nicht entgehen lassen wollte; das erste sollte am gestrigen Samstag um dreizehn Uhr im Grenzlandstadion gegen den tschechischen Vizemeister Victoria Pilzen stattfinden. Da bot sich eine kurze Bergtour auf dem Hinweg ja förmlich an; ein Ziel war mit dem Pendling recht schnell ausgemacht, liegt dieser doch perfekt auf der Strecke nach Kufstein (zumindest wenn man über Bayrischzell und Thiersee anreist). Als Mitstreiter konnte ich meinen (einstigen) sonntäglichen Laufpartner Nils (wird Zeit, dass Du endlich wieder richtig fit wirst!) begeistern, und so ging es um kurz nach sieben in Richtung Tirol. In Weyarn wurde ein kurzer Zwischenstopp in der Metzgerei Stielner eingelegt. Wer auf Leberkäs in allen nur erdenklichen Variationen steht, ist hier goldrichtig! Um kurz nach neun hatten wir unser erstes (richtiges) Etappenziel, den Parkplatz beim Alpengasthof Schneeberg in Thiersee erreicht; vier Euro werden hier für das Parkticket ausgerufen, von denen jedoch zwei Euro als Verzehrgutschein im angrenzenden Gasthof eingelöst werden können (für uns sollte es später zwei Kaffee geben). Nachdem wir den ersten Kilometer auf der "Rodelbahn" (im Sommer die Zufahrt zum Pendlinghaus, das übrigens aktuell Betriebsferien hat, und zur Kala Alm) bewältigt hatten, führte uns unser weiterer Weg über Stock und Stein (aber eigentlich immer gemächlich) "auf den Spuren von Ludwig Steubs" (so stand es wenigstens auf einem Schild; der Schriftsteller war im 19. Jahrhundert in den bayerischen und Tiroler Grenzbergen unterwegs, um Material für seine Werke zusammenzutragen) durch dichten Bergwald (zwischendurch entlang einer steil abfallenden Felswand) hinauf zum Sattel zwischen Pendling und Mittagskogel. Hier lichtet sich der Wald zusehend, und nach einigen steinigen und kurzen Kehren haben wir das schrofige Plateau, auf dem sich das alte Gipfelkreuz des Pendling (1.563 Meter) befindet, erreicht. Nach kurzer Pause ging es, vorbei am neuen Gipfelkreuz (das am Rande des Inntals thront) weiter zur Terrasse des Pendlinghauses, wo wir aufgrund des geschlossenen Berggasthofes in aller Ruhe unsere Brotzeit genossen, ehe wir uns dem fantastischen Panoramablick über das Inntal zum Kaisergebirge und zu den Hohen Tauern widmeten (soweit es die Wolken, ein Überbleibsel von der Gewitterfront des Vortages, zuließen). Unser Rückweg führte uns vorbei am Heimkehrerkreuz (von dem man zumindest ein Stück des im Tal liegenden Thiersee erblicken kann) und der Kala Alm (bis hierhin führte uns der Weg größtenteils über teils steile Wanderwege, ehe es in der Folgezeit meist über den Fahrweg hinunter ins Tal geht) zurück zum Parkplatz. Knapp drei Stunden waren wir unterwegs; also noch genügend Zeit, um pünktlich die knapp zwölf Kilometer zum Stadion des FC Kufstein zu bewältigen. Nach dem Spiel, das übrigens mit einem Unentschieden endete, ging es (bis kurz vor Miesbach auf der selben Strecke wie am Hinweg) weiter nach Percha am Starnberger See, wo die Schickeria zum alljährlichen Kurt-Landauer-Turnier geladen hatte; König Fußball spielte am gestrigen Samstag definitiv die Hauptrolle... 😅 Ach ja, auf dem Weg von Kufstein zum Starberger See legten wir noch einen kurzen Badestopp am herrlich gelegenen Thiersee ein; dieser hätte eigentlich einen längeren Aufenthalt verdient!































Samstag, 22. März 2025

Petersköpfl & Naunspitze 21. März 2025

Nachdem es in den letzten Wochen aus unterschiedlichsten Gründen nicht mit der ersten Bergtour des Jahres geklappt hatte, war das "Bergfieber" schon ziemlich bedenklich in die Höhe gestiegen. Freier Freitag, bestes Bergwetter... nur, wo sollte es hin beziehungsweise wo sollte es hinauf gehen. Eher zufällig stieß ich am Donnerstagabend auf die Naunspitze; bei weiterer Recherche stand für mich schnell fest, dass es zum Zahmen Kaiser gehen würde. Knapp 1.150 Höhenmeter hörten sich zwar ziemlich knackig an, aber die Strecke von rund elf Kilometern schien mir genau richtig zu sein. Nachdem ich in der früh das halbe Haus auf der Suche nach meinen Grödeln auf den Kopf gestellt hatte (letztendlich musste ich feststellen, dass sie im Rucksack nur ins falsche Fach gerutscht waren), ging es um kurz vor neun (mit fast anderthalb stündiger Verspätung) endlich los in Richtung Kufstein. Den Parkplatz Kaiseraufstieg hatte ich eine gute Stunde später auch schon erreicht; das Parkticket kostet übrigens (faire) drei Euro (da ist man gerade in Bayern inzwischen ganz andere Preise gewöhnt). Zu Beginn geht es gleich über unzählige Stufen zügig bergauf (diese sollten am Ende der Tour als wahre Tortur ihr wahres Gesicht zeigen 😉). Nach etwa einer Viertelstunde wird es flacher, und man kann durch den sich lichtenden Wald sowohl die Festung Kufstein als auch den über ihr thronenden Pendling erblicken. Kurz nachdem ich den Veitenhof passiert hatte, teilte sich der Weg. Ich nahm, wie auf dem Wegweiser beschrieben, den linken (deutlich steileren) Weg in Richtung Vorderkaiserfeldhütte/Neunspitze; das rote Flatterband, das am Wegweiser etwas verloren baumelte nahm ich zwar war, das den dazugehörigen Zettel jedoch (wie etliche andere Wanderer auch) erst, nachdem ich rund dreihundert Meter später von einigen Waldarbeitern gestoppt und zum Umdrehen "genötigt" worden war. Ich kann ja verstehen, dass Baume gefällt werden müssen, und man dafür dann Forstwege sperrt, aber bitte kennzeichnet diese Sperrungen doch besser (ein Minizettel und ein rumbaumelndes Absperrband sind da nicht zwingend hilfreich). Sei's drum; weiter ging es durchs Kaisertal. Leider verpasste ich hinter dem Pfandlhof den direkten Aufstieg zur Ritzaualm (diesen wählte ich dann für den Abstieg; einen Wegweiser konnte ich allerdings auch da nicht ausmachen), was mir einen Umweg von rund drei Kilometern bescherte, wobei insbesondere der Aufstieg durch den Wald aufgrund der Ruhe und der hier vorherrschenden Blütenpracht einfach traumhaft war. Kurz nach der Vorderkaiserfeldhütte (die aufgrund von umfangreichen Sanierungsarbeiten bis voraussichtlich Ende 2026 geschlossen ist), wurde der Weg immer schneebedeckter, so dass es langsam aber sicher an der Zeit war, die Grödel aus dem Rucksack zu holen. Steil führte mich der teils eisige Pfad durch den lichten Bergwald zügig an die Wände der Naunspitze und des Petersköpfl heran. Von letzterem sollte ich erst (mehr oder weniger) im Sattel zwischen den beiden Gipfeln erfahren; rund vierzig Minuten "on top", da fiel die Entscheidung nicht sonderlich schwer... 😊 Letztendlich sollte mich die zusätzlichen (Höhen)Meter auf den Petersköpfl (1.745 Meter) in etwa dreißig Minuten kosten. Vom Gipfel hatte man nicht nur eine herrliche Aussicht auf das Mangfallgebirge, die Chiemgauer Alpen, den Wilden Kaiser und hinunter ins Inntal, sondern auch auf das latschenbewachsene Hochplateau, das den Hauptkamm des Zahmen Kaisers bildet und bis zur Pyramidenspitze reicht (sah im Schnee einfach traumhaft aus). Zurück am Sattel heißt es dann Grödel runter, da der steinige und steile Gipfelaufbau der Naunspitze (1.633 Meter) gänzlich schneefrei ist. Am markanten Gipfelkreuz (übrigens das, in meinen Augen schönere) mache ich abermals ein paar Minuten Pause, ehe es über die überaus schön gelegene Ritzaualm und den bereits beschriebenen Pfad über die Almwiesen wieder talwärts ging. Mit ordentlich brennenden Oberschenkeln erreichte ich nach rund sechzehneinhalb Kilometern und etwas mehr als tausendvierhundert bewältigten Höhenmetern wieder den Parkplatz. Alles in allem ein durchaus gelungener Start ins Bergjahr 2025.









































Seebergkopf 14. März 2026

Da der Freitag aus diversen Gründen als (wöchentlicher) Bergtag nicht in Frage gekommen war, hatte ich das Thema Berge für dieses Wochenende...