Dienstag, 30. Dezember 2025

Wallberg 29. Dezember 2025

Die Idee unserer nach Norddeutschland "ausgewanderten" Freunde (die wir vom 26. Dezember an für vier Nächte beherbergen durften), das herrliche Winterwetter zu nutzen, um dem Wallberg (mal wieder) einen Besuch abzustatten, konnte auf Anhieb überzeugen (wobei mich das zu erwartende Verkehrsaufkommen rund um den Tegernsee ein anderes Ziel hätte wählen lassen, aber die Vorgabe "Seilbahn" ließ nicht all zu viele Optionen offen; zudem war ich diesmal ja auch nur Mitfahrer 😉). Und so machten wir uns um kurz nach neun auf den Weg in Richtung Tegernsee; bis auf einen kurzen Stau vor der Kreuzstraße verlief die Anreise überraschend entspannt.
Am Parkplatz der Wallbergbahn wartete bereits ein befreundetes Pärchen von Annika und Bruno auf uns. Während sich die Damen zusammen mit den Kindern mit der Seilbahn (für die Berg- und Talfahrt zahlen Erwachsene 28 Euro; Kinder von sechs bis fünfzehn Jahren 15 Euro) auf den Weg nach oben machten, hieß es für uns Männer rund achthundert respektive neunhundertfünfzig Höhenmeter per pedes zu bewältigen. Über den Sommerweg (aufgrund der Witterungsbedingungen überhaupt kein Problem) ging es mit - für meinen Geschmack - arg vielen Pausen (natürlich "nur" aufgrund der schönen Aussicht😅) in knapp zwei Stunden hinauf zum Alten Wallberghaus, wo wir bereits sehnsüchtig erwartet wurden. Während sich der Rest auf die (letztendlich vergebliche) Suche nach einem Platz im (heillos überfüllten) Restaurant machten (bei dem Kaiserwetter und der mühelosen Auf- und Abstiegsmöglichkeit aber auch nicht weiter verwunderlich), ging es für mich weiter zum Gipfel (1.722 Meter), wo ich trotz des eisigen Windes in aller Ruhe die herrliche Aussicht genoss. Da sich meine Begleiter bereits an den Abstieg gemacht hatten, hieß es auf den ersten Kilometern ordentlich Gas geben... letztendlich wäre sogar noch ein Abstecher auf den Setzberg (1.706 Meter) möglich gewesen, holte ich die Beiden doch bereits kurz nach der Gabelung von Sommer- und Winterweg wieder ein.
Zurück am Parkplatz ging es zügig (na ja, inzwischen herrschte rund um den See das prognostizierte Chaos) weiter zum Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee, wo die Kinder bereits einen kleinen Snack (leider konnte der Wunsch nach Pommes nicht erfüllt werden) gegessen hatten. Da uns weder der Trubel im bis auf den letzten Platz gefüllten Bräuhaus zusagte, noch die Tatsache, dass sich auch nach einer knappen Viertelstunde keiner für uns interessierte, beschlossen wir unverrichteter Dinge den Heimweg anzutreten. Zum Glück waren wenigstens die Kinder versorgt... ach ja, der Wunsch nach Pommes konnte am Abend dann doch noch erfüllt werden. 


























Samstag, 15. November 2025

Jochberg 14. November 2025

Da ich an diesem Freitag sowohl in der Früh als auch am Nachmittag einiges zu erledigen hatte, musste eine kurze Bergtour mit möglichst schneller Anreise her; da bot sich doch nach längerer Pause mal wieder ein Besuch auf dem Jochberg an... 😉
Da ich in Hebertshausen relativ gestartet war, gestaltete sich die Parkplatzsuche am Kesselberg etwas komplizierter (na ja, da hatten wohl einige die gleiche Idee wie ich - und mit dem Herzog-stand/Heimgarten gibt es ja noch weitere Ziele, die vom Kesselberg aus anvisiert werden können). Nach knapp zwanzig Minuten, in denen ich meine Wahl (respektive die späte Ankunftszeit; diese hätte ich jedoch, wie bereits eingangs erwähnt, nicht wirklich verhindern können) nicht nur einmal verflucht hatte, wurde ich dann doch noch fündig. Für wenig Begeisterung sorgten dann die ausgerufenen Parkgebühren (zwei Euro je angefangene Stunde beziehungsweise sieben Euro fürs Tagesticket), sowie die Tatsache, dass die Kartenzahlung aufgrund immer wieder abreißender Verbindung nicht möglich war (die Nutzung von Park-Apps lehne ich aufgrund der zusätzlichen Gebühren nach wie vor ab!). So hieß es für mich eine weitere Viertelstunde warten, ehe drei Mädels meinen Fünf-Euro-Schein wechseln konnten. Schnell den Parkautomat mit vier Euro gefüttert und ab auf die knapp sieben Kilometer lange Strecke. Nach etwas mehr als fünfzig Minuten stand ich bereits am Gipfelkreuz des Jochberg (1.565 Meter); hier musste ich echt aufpassen, nicht vom Föhnsturm weggeweht zu werden. Und so machte ich es mir gemeinsam mit den unzähligen weiteren Ausflüglern etwas unterhalb des Gipfels (in Richtung Kochelsee, wo übrigens unzählige Wind- und Kitesurfer unterwegs waren) bequem. Die in meinen Augen deutlich schönere Aussicht über den Walchensee und das dahinter aufragende Karwendel konnte ich heute leider nicht in vollen Zügen genießen; beeindruckend war es aber dennoch! Hinunter sollte es dann nochmal deutlich schneller gehen, so dass ich letztendlich trotz halbstündiger Rast am Gipfel noch etwas mehr als fünf Minuten von meiner Parkzeit übrig hatte... 😊


















Samstag, 27. September 2025

Hasentalkopf & Vorderer Scheinberg 26. September 2025

Noch am Abend nach unserem Besuch auf der Scheinbergspitze am Ostermontag hatte ich mich auf die Suche nach dem Berg mit den imposanten Felswänden gemacht, hinter dem sich der Forggensee "zu verstecken versuchte"; namentlich waren das der Vorderer Scheinberg (1.827 Meter), die Kesselwand (1.782 Meter) und der Hasentalkopf (1.797 Meter), wobei letzterer der (wohl) bekannteste der drei Gipfel ist. Da die Tourenbeschreibungen auf den diversen Seiten im World Wide Web durchwegs interessant klangen, landete der Hasentalkopf folgerichtig auf meiner To-do-Liste. Da ich Bele, deren Auto sich in der Werkstatt befand, in Fürstenried absetzen musste, bot sich eine Tour "entlang" der A95 förmlich an. Glücklicherweise stolperte ich am Vorabend bei hoehenrausch.de über den Tipp, den "Talhatscher" über den moderat ansteigenden Forstweg mit dem Fahrrad zu verkürzen; so ging es um halb acht am Freitagmorgen mit Bele und meinem treuen Drahtesel mit kurzen Zwischenstopp in Fürstenried in Richtung Graswangtal. Um kurz vor neun sollte ich dann vom Parkplatz Sägertal aus mit dem Fahrrad die ersten viereinhalb Kilometer der Strecke durchs Sägertal (bis auf den letzten Kilometer entlang des gleichnamigen Baches) in Angriff nehmen; obwohl es erst gegen Ende richtig steil wurde, sollte ich meine Oberschenkel ordentlich spüren. Tja, beim Radfahren werden halt (auch) andere Muskeln beansprucht als beim Laufen! 😅 An der Verzweigung Lösertaljoch/Hochplatte und Bäckeralmsattel/Kenzenhütte stellte ich mein Fahrrad ab; weiter ging es per pedes in westlicher Richtung aus dem Wald hinaus und nach knapp fünf Minuten über einen kleinen Bachlauf. Anschließend sollte es für ein paar Minuten und zwei Kehren noch einmal durch ein bewaldetes Hangstück gehen, ehe ich über nun wieder freies Wiesengelände zügig hinauf zum Bäckeralmsattel marschierte. Zu diesem Zeitpunkt sollte die bis dato dichte Wolkendecke erstmals den Blick aufs Graswangtal und die benachbarten Berge (unter anderem auf die Große Klammspitze) freigeben. Am Bäckeramlsattel steht übrigens ein historischer Grenzstein aus dem Jahr 1517, wenn man dem Schild auf dem Wegweiser zum Grubenkopf und zur Klammspitze Glauben schenkt. Ein paar Meter unterhalb des Sattels (in Richtung Kenzenhütte) sollte es dann für mich linkerhand über zahlreiche Serpentinen hinauf in Richtung des hufeisenförmigen Kamms, auf dem sich Kesselwand, Vorderer Scheinberg und Hasentalkopf erheben, gehen. Die drei Gipfel zeigten sich in ihrer vollen Pracht als ich den grasigen Rücken der Kesselwand erreicht hatte; hier ist Vorsicht geboten, da sowohl rechterhand Trittspuren zu sehen sehen sind, als auch linkerhand ein Pfad hinab in den Kessel führt. Letzterem muss man folgen! Nach wenigen Minuten, die man größtenteils durch ein Latschenfeld wandert, zeigt sich die Großdoline (auch Sinkhöhle oder Karsttrichter genannt) in vollem Ausmaß. Vom  kleinen Bergsee an ihrem Grund war leider nur wenig zu sehen; die Folgen des wohl eher trockenen Sommers. Nachdem es ein gutes Stück ohne größere Steigung dahingegangen war, sollte es auf die letzten Meter zum Scheinbergjöchl noch einmal ordentlich steil werden. Der anschließende Weg entlang des Gratverlaufs in östlicher Richtung zum Gipfel des markanten Hasentalkopf dürfte vor allem bei Nässe nicht ganz ohne sein, und auch sonst sind hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit von Nöten. Während auf einigem Fotos im Internet noch ein kleines hölzernes Gipfelkreuz zu sehen ist, so erwartete mich lediglich ein kleines Stoamandl in dem ein Stock steckte, sowie die Halterung des Gipfelbuches; im Nachgang der Tour habe ich ein wenig recherchiert, und ein Bild aus dem Jahr 2019 gefunden, auf dem das Kreuz bereits am Gipfels lag. Während meiner Brotzeit sollte dann zeitweise die Sonne durch die Wolkendecke blitzen; damit hatte ich aufgrund der Wetterprognosen eher nicht gerechnet. So war's aber um so schöner! Nachdem ich die (inzwischen) herrliche Aussicht auf die angrenzenden Gipfel der Ammergauer Alpen (die bekanntesten durften Scheinbergspitze, Lösertalkopf, Hochplatte und Große Klammspitze sein) und das Graswangtal. Aber auch Geierköpfe, Zugspitze und etliche weitere Gipfel konnten mühelos "erspäht" werden... 😊 Nach etwas mehr als einer halben Stunden hieß es dann langsam aber sicher wieder aufbrechen, hatte ich mich doch inzwischen dafür entschieden, dem Vorderen Scheinberg auch (noch schnell) einen Besuch abzustatten (tja, wenn man schon mal da ist 😉). So ging es erst einmal zurück zum Scheinbergjöchl und von dort aus weiter über den Grat zum exakt dreißig Meter höheren Gipfel (ebenfalls ohne Kreuz; wobei hier wohl auch noch nie eins gestanden hat) des Vorderen Scheinberg, von wo aus man einen perfekten Blick auf Gumpenkarspitze und Geiselstein hat; der Forggensee versteckte sich leider permanent unter einem wahren Meer aus Wolken. Lange verweilte ich hier jedoch nicht, sollte ich doch gegen vier wieder in Forstenried sein. Vom Steinbergjöchel aus ging es in südlicher Richtung in mehreren Kehren hinunter zum Lösertaljoch und weiter durchs Lösertal bergab. Unterhalb der markanten Felswände des Hasemtalkopf sehe ich zwei Steinböcke, die ich ein paar Minuten lang beobachte, ehe ich mich leider wieder auf den Weg machen musste. Zu gerne hätte ich den beiden noch eine Weile meine Aufmerksamkeit geschenkt. Nachdem ich im Talkessel eine große Wiese überquert hatte, führte mich mein Weg vom Löstertalgraben (mit seinem rauschenden Bach) in einem weiten Linksbogen weg zum Hasentalgraben, den es zu überqueren galt. Ein paar Minuten später (der Weg schlängelte sich weiterhin flach am Berghang entlang) sollte ich dann wieder vor meinem Fahrrad stehen. Schnell die Wanderstöcke eingepackt und den Fahrradhelm aufgesetzt, und schon konnte der "wilde Ritt" (na ja, da ich ja, wie bereits erwähnt, schon länger nicht mehr mit dem Mountainbike in den Bergen unterwegs war, setzte ich weitestgehend auf ein durchaus gemäßigtes Tempo) zurück zum Auto beginnen. Um kurz nach halb drei sollte die durchaus gelungene (und aufgrund der Bike & Hike Variante recht abwechslungsreiche) Tour enden.

























































Staffel 4. Januar 2026

Herrliches Winterwetter in Oberbayern, dazu immer noch relativ wenig Schnee; das rief ja geradezu nach der ersten Wanderung im neun Jahr. Un...