Die Bilder vom "Tiroler Fjord" spukten mir schon seit langer Zeit im Kopf herum - den zahlreichen Posts in den relevanten Sozialmediaplattformen "sei Dank"... und so nutzte ich das letzte Wochenende vor unserem Sardinienurlaub, um die Seekarspitze endlich in Angriff zu nehmen. Abfahrt (zu wahrlich unchristlicher Zeit) um viertel nach vier; Ankunft am Wanderplatz in Achenkirch um kurz vor sechs... Ein paar Minuten später befand ich mich auf einem steilen Forstweg in Richtung Seekaralm/Seekarspitze. Nach einigen Kehren (die ersten hundertsiebzig Höhenmeter hatte ich bereits hinter mir) geht es über einen kleinen Steig bergauf in Richtung Koglam (hier erhaschte ich die ersten Sonnenstrahlen; zuvor hatte ich die Sonne nur auf dem Gipfelaufbau der Seekarspitze und den umliegenden Bergen gesehen), die ich aber linkerhand liegen ließ. Wenig später treffe ich noch einmal auf bereits erwähnten Forstweg, der aber glücklicherweise nach nur wenigen hundert Metern (nach der Überquerung eines Bachbettes) wieder verlassen werden konnte. Über einen Pfad geht es weiter hinauf zur Seekaralm, wo sich bei meiner Ankunft (mal abgesehen von ein paar vereinzelten Kühen) noch nichts rührt. Gut die Hälfte der rund tausend zu bewältigenden Höhenmeter hatte ich somit geschafft. Weiter ging es über gut markierte Wege entlang des Bergrückens teils steil und etwas ausgesetzt dem Gipfel entgegen. Gerade auf die letzten hundert/hundertfünfzig Höhenmeter sind Trittsicherheit (und stellenweise auch Schwindelfreiheit) nicht unbedeutend, kommt doch zu kurzen "Kraxeleien" auch ein ziemlich "bröckliger" Untergrund (der aber zumindest bei trockenem Wetter keine große Hürde darstellen sollte). Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden habe ich mein Ziel erreicht und bin ob des geilen Panoramas hin und weg. Im Osten das Rofan, im Westen das Karwendel und unter den Füßen der herrlich blaue Achensee... und ja, es schaut wahrhaft (fast) so aus wie in einem norwegischen Fjord! Die nächsten vierzig Minuten genoss ich die Aussicht ebenso wie die (zumindest fünfundzwanzig Minuten andauernde) Ruhe/Einsamkeit (dann trafen die ersten anderen Wanderer ein) an diesem herrlichen Ort - natürlich durfte ein ausgiebiges Frühstück nicht fehlen... Nach kurzer Überlegung, spontan noch die Seebergspitze "mitzunehmen", entschied ich mich jedoch gegen den "kleinen Umweg" und für den Abstieg über die Aufstiegsroute, schließlich wollte ich meine Lieben zu Hause nicht zu lange warten lassen. Beim Abstieg kam ich mir stellenweise wie auf einer "Autobahn" vor, so stark war der Strom der mir entgegenkommenden Wanderer (na ja, wem will man diesen schönen Gipfel und die herrliche Aussicht bei bestem Sommerwetter nicht vergönnen?). Tja, ich für meinen Teil wusste einmal mehr, dass ich mit meiner frühen Anreise auch diesmal alles richtig gemacht hatte. Zurück am Auto schnell die Bergstiefel gegen Badeschlappen und den Rucksack gegen Badesachen getauscht, und schon befand ich mich auf dem Weg zum/ins kühle Nass... soviel Zeit musste einfach noch sein!
Sonntag, 9. August 2020
Sonntag, 19. Juli 2020
Rotwand 19. Juli 2020
Während Bele mit ihrer "Ratschengruppe" auf der Amper "umherschipperte" (die Bootstour hatte eine der Damen zum Geburtstag geschenkt bekommen), zog es Ida und mich endlich mal wieder in Richtung Berge; als Ziel hatten wir einmal mehr die Rotwand auserkoren (tja, never chance a running system). Bei herrlichem Sommerwetter ging es in aller Ruhe und mit etlichen Pausen (Foto hier, Bach erkunden da - von der ausgiebigen Brotzeit oberhalb der Wildfeldalm ganz zu schweigen) über den Fahrweg (auch diesmal lief uns zwischen Wildfeldalm und Rotwandhaus das eine oder andere Murmeltier über den Weg) dem Gipfel entgegen. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Nach kurzem Innehalten (das Panorama, das einem hier geboten wird ist schon "recht ordentlich") machten wir uns über den Kirchsteinsattel, an dem wir uns unsere restlichen Vorräte annahmen, auf den Weg zur Taubensteinbahn, schließlich hatte ich Ida (nicht ganz uneigennützig, da mein Knie aktuell wieder ordentlich Ärger macht) eine Seilbahnfahrt versprochen. In nicht einmal zehn Minuten hatten wir die fünfhundertzwanzig Höhenmeter zurück zum Spitzingsee bewältigt. Schnell die Bergsachen gegen Badesachen getauscht und schon konnte es ins "kühle" Nass gehen; wenn es unsere Badenixe keine drei Minuten im Wasser aushält, dann muss es schon richtig kalt sein...
Sonntag, 28. Juni 2020
Eppan Juni 2020
Kaum aus Südtirol zu Hause, sollte es schon wieder dorthin gehen... Corona (tja, "Homeschooling" kann man auch jenseits des Brenners machen), der Wechsel meines/meiner Arbeitsgeber (nach über zwanzig Jahren kein leichter Schritt) und ein Haufen Überstunden, der unbedingt abgebaut werden musste (bei Bele, die ja schon an Pfingsten schweren Herzens auf ein paar Tage Urlaub mit uns verzichten musste) sollten es möglich machen... Da wir unser Osterdomizil, den Mairhof in Missian nicht ansteuern wollten (fühlte sich für uns irgendwie nicht richtig an, zudem wollten wir nach Möglichkeit eine Unterkunft mit Pool), machte sich Bele am Montagnachmittag auf die Suche nach einer geeigneten Ferienwohnung; relativ schnell wurde sie in Eppan-Berg fündig - der Strahler Hof erfüllte all unsere Wünsche...
Da Bele am Dienstagvormittag noch arbeiten musste, packte ich in aller Ruhe unsere sieben Sachen zusammen, ehe es am frühen Nachmittag in Richtung Süden ging. Am Brenner der obligatorische Stopp beim Eurospin, und eine Stunde später hatten wir unser Ziel auch schon erreicht. Den Strahler Hof, herrlich gelegen in Wein- und Obstgärten mit Blick auf Sankt Pauls, Bozen und den Schlern, kann ich nur empfehlen. Geschmackvoll eingerichtete Ferienwohnungen, ein herrlicher Pool und freundliche Gastgeber; was will man mehr? Während ich mich ums Abendessen kümmerte wagte Ida einen ersten Sprung in den Pool.
Da wir diesen Kurztrip in erster Linie unternommen hatten, um (endlich) mal wieder ordentlich zur Ruhe zu kommen, ließen wir es die kommenden fünf Tage überaus ruhig angehen. So verbrachten wir die Vormittage ausschließlich am Pool (bei mir durfte natürlich die frühmorgendliche Laufrunde zum Bäcker nicht fehlen, was mir aufgrund der "Hanglage" etliche Höhenmeter bescherte - gut so, schließlich habe ich mir für den Spätsommer ein nicht all zu kleines Ziel gesetzt), ehe es nachmittags wahlweise nach Meran, Bozen, Kaltern und/oder ins herrlich gelegene Freibad an den großen Montiggler See (wo man jederzeit zwischen Freibad und See - mit einer feinen Badeinsel in der Mitte - wählen kann). Bis auf den letzten Abend, an dem wir uns Pizzen beim Meraner holten, durfte ich den Kochlöffel schwingen, während Bele und Ida sich um die schulischen Dinge kümmerten.
Alles in allem eine überaus gelungene "Auszeit", die uns definitiv geholfen hat, die leeren Akkus (sowohl in der Arbeit als auch zu Hause hatten die letzten (Corona)Monate deutliche Spuren hinterlassen) wieder aufzuladen und den Kopf frei zu bekommen.
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