Montag, 2. März 2026

Chiemgauer Hochplatte 28. Februar 2026

Relativ spontan entschieden Tim und ich, das schöne Wetter am Samstag mit einem Ausflug in die Berge zu nutzen; im Gegensatz zu den letzten gemeinsamen Bergtouren war es diesmal Tim, der Vorschläge für das mögliche Ziel zu machen. Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für die Chiemgauer Hochpatte, erfüllte diese doch all unsere Ansprüche und Wünsche. Da wir beide am Samstagnachmittag noch etwas vor hatten, einigten wir uns darauf, um viertel vor sieben in Moosach zu starten; und so läutete mein Wecker um kurz vor sechs, musste ich doch vor der Abfahrt noch schnell unsere vierbeinigen Freunde füttern...
Während die Autobahn in Richtung Norden ziemlich voll war, sollten wir vom Reiseverkehr in Richtung Skigebiete glücklicherweise noch nichts spüren, so dass wir den Parkplatz an der Talstation der Hochplattenbahn in Marquartstein, der übrigens kostenlos benutzt werden kann, um kurz nach acht. Unser Weg führte uns auf den ersten vier Kilometern über breite, meist moderat ansteigende Forstwege, ehe wir diese verlassen und über den alten Hochplattensteig (der zunehmend steiler wird) emporsteigen; unterwegs passieren wir die Ostflanke des Friedenraths (den möglichen Abstecher auf den markanten Gipfel lassen wir - im Nachhinein - leider links rechts liegen; tja, hätte ich mir den Wegverlauf doch im Vorfeld besser selbst durchgelesen), ehe wir die Haberspitz auf der Südwestseite querten. Spätestens ab hier waren Grödel mehr oder weniger unabdingbar, führte unser Weg (den man übrigens teilweise nur dank der vorhandenen Spuren "sehen" konnte) doch ausschließlich über Schneefelder. Von der Abzweigung zur Kampenwand beziehungsweise zur unweit gelegenen Pisenhausener Hochalm (auf der von Anfang Mai bis Ende Oktober neben Getränken auch almtypische Brotzeiten und hausgemachte Kuchen serviert werden) geht es hinauf zum Sattel zwischen Haberspitz (die wir bewusst links liegen ließen) und Hochplatte. Ab hier beginnt der anspruchsvollste Teil der Tour; über einen Wiesenhang (der selbstverständlich ebenfalls unter einer ordentlichen Schneedecke verborgen war) ging es hinauf zu einem Waldstück. Im Anschluss führte uns der Weg durch einen meist von mannshohen Latschen bewachsenen schrofigen Steig hinauf zum großen Gipfelkreuz (1.586 Meter). Die Aussicht von hier oben war noch mal einen ticken besser als von Wetterfahne und Rudersburg am Freitag vor einer Woche (zumal diesmal noch der herrliche Blick über den unter uns liegenden Chiemsee hinzu kam); klar, dass wir unsere rund vierzigminütige Gipfelrast in vollen Zügen genossen. Als sich das Gipfelplateau immer mehr füllte (die ersten zwanzig Minuten waren wir noch ganz allein), wurde es langsam aber sicher Zeit den Abstieg anzutreten. Gerade im oberen Teil (das kurze Steilstück unterhalb des Gipfels mal ausgenommen) machte das aufgrund des Schnees richtig Spaß, konnte man doch querfeldein laufen (oder sogar rennen). Vom Sattel aus ging es diesmal über die Hochplattenalm talwärts. Knapp einen Kilometer nachdem wir die Alm passiert hatten, trafen wir dann auch wieder auf den Aufstiegsweg; eine gute Dreiviertelstunde hatten wir dann auch schon wieder den Parkplatz der Hochplattenbahn erreicht. Noch kurz ein paar Minuten in der Sonne gechillt, und schon befanden wir uns auch wieder auf dem Heimweg.

































Chiemgauer Hochplatte 28. Februar 2026

Relativ spontan entschieden Tim und ich, das schöne Wetter am Samstag mit einem Ausflug in die Berge zu nutzen; im Gegensatz zu den letzten ...